OLC-Magazine... powered by Bürklin


Friday, 20. November 2020 Segelflugkalender 2021 translate news

Der OLC-Sponsor Siebert Luftfahrtbedarf aus Münster (www.siebert.aero) bietet für das nächste Jahr wieder tolle Kalender mit Segelflugmotiven an.
In der 52. Auflage liegt jetzt der Segelflug-Bildkalender vor. Traumhafte Bilder von Top-Fotografen aus Fluggebieten rund um die Welt. Dazu interessante Geschichten in Deutsch und Englisch auf der Rückseite sowie zusätzliche Bilder. Der Kalender kostet € 29,80 zuzüglich Versandkosten. 
Der Fotokalender Segelfliegen zeigt die Freiheit des Fliegens in handverlesenen Aufnahmen hervorragender Fotografen. Die Fotokunst von Claus-Dieter Zink und Tobias Barth ist euer Begleiter durchs Jahr. Der Kalender im Großformat 640 x 480 mm ist zum Preis von € 29,90 zuzüglich Versandkosten erhältlich. Auf www.siebert.aero gibt es interessante Mengenrabatte auf diesen Kalender: Ab 2 St. 10% Rabatt, ab 5 St. 15%, ab 10 St. 20%, ab 20 St. 25%.
Vier verschiedene Wandkalender aus allen Bereichen der Luftfahrt sind bei Siebert Luftfahrtbedarf lieferbar. Hier geht es zur Kalenderübersicht.
 

Fotokalender Segelfliegen 2021
Segelflug-Bildkalender 2021
 

Monday, 09. November 2020 Johannes Beyer (SFZ Königsdorf) wird in 2021 die OLC LS8 Neo fliegen translate news

 
 
 
 
Eine erste Sitzprobe in der OLC LS8 Neo am Flugplatz Königsdorf.
Foto: Mathias Schunk
Schon die Flugleistungen ersten beiden Piloten für die OLC LS8 Neo (Philipp Lauer, AC Lichtenfels für 2019 und Eric Schneider, FSG Hammelburg für 2020) bestätigten dem OLC den Ansatz für die Auswahl von Piloten für die Talentförderung. Berücksichtigt werden hier, was den Wertungsbezug betrifft, Ergebnisse sowohl in der U25-Juniorenliga, als auch Resultate bei zentralen Wettbewerben. Aber last but not least werden am Ende der Saison eine ganz Reihe von für die einjährige Nutzung der OLC LS8 Neo in Frage kommenden Piloten kontaktiert und um ihre ausführliche Bewerbung gebeten.
Eine schlüssige und athentische Bewerbung ist dann auch das 'Tüpfelchen auf das i' für die Entscheidung des OLC, wem das Flugzeug für ein Jahr zugesprochen wird.
Und eine mustergültige Bewerbung erhielt der OLC von Johannes Beyer (SFZ Königsdorf), bei dem vor allem seine Vita wirklich beeindruckte:

Meine Ausbildung begann ich im August 2014 in Stahringen am Bodensee im Alter von 16 Jahren. Motiviert durch eeinen Schulkameraden, der damals gerade frisch den Schein hatte, flog ich mich nach einem guten halben Jahr frei und hatte immerhin im Mai 2016 meinen Schein in der Tasche. Strecken wurde in Stahringen damals, wenn überhaupt nur von den U60 Piloten geflogen. Dennoch hatte das Glück im Frühjahr 2016 eine Uberlandeinweisung mit einem meiner damaligen Fluglehrer bei absolutem Hammerwetter erleben zu dürfen. Mit der Erfahrung aus diesem Flug, dass Strecke fliegen bei 3000m Basis und 4m/s Durchschnittssteigen echt eine gute Sache ist, legte ich direkt nach Scheinerhalt los, meine ersten Streckenversuche zu machen. Angespornt durch den Vergleich aus dem OLC (am Platz gab es sonst fast niemanden mit dem ich mich vergleichen konnte) kamen
so im Sommer 2016 die ersten ganz brauchbaren Flüge zusammen.
Nachdem ich im Herbst 2016 für mein Studium zum Studieren nach München zog und dort in Königsdorf zu fliegen begann, kam die Entwicklung meiner fliegerischen Fähigketten so richtig in Schwung. Angespornt durch die vielen leistungsstarken Jugendlichen (so etwas war mir bis dahin völlig fremd), die im Jahr 2017 ihren ersten U25 Ligasieg verteidigen wollten, fing ich an an jedem möglichen Wochenende zu fliegen. Als Scheinneuling, der sich gerade einigermaßen in der Luft halten konnte und an einem Hammertag gerade 300km schaffte, waren meine Vereinskameraden natürlich uneinholbar schnell. An vielen Wochenenden kam ich anfänglich gar nicht erst in die Wertung. Jedoch schaffte ich es durch einige Trainingsflüge im DoSi und die Teilnahme am LIMA-Lehrgang immer konsequenter zu fliegen, höhere Schnitte zu erreichen und das Wetter besser einzuschälzen. 2018 setzte sich die Lernkurve fort. lch flog meine ersten beiden Wettbewerbe und versuchte mich in der DMSt relativ erfolgreich an meinen ersten deklarierten Dreiecken. Auch in der U25-Liga schaffte ich es nun regelmäßig in die Wertung zu kommen. 2019 hatte ich die unglaubliche Möglichkeit einige Flüge mit dem DAeC Ventus machen zu dürfen und dadurch sehr viel lernen zu können. 2020 lief dann bekanntlich etwas unglücklicher. Nach spätem Saisonstart litten wir (ohne Motor fliegende) darunter, wegen der Reisebeschränkungen nicht ins Ausland fliegen zu können. Dies hat uns einen Großteil der Saison in den Alpen stark eingeengt. Jedoch konnte ich auch aus dieser Saison einige gute Flachlandflüge herausholen. Außerdem ging es motiviert durch die Liga, soweit es ging, an den Wochenenden in die Luft. Auf Wettbewerbe (z.B. den Frankensprint) habe ich in diesem Jahr bewusst verzichtet, um Studienprüfungen vozuziehen. So sollte es im Sommer 2021 für die Deutschen Segelflugmeisterschaften der Junioren (DMJ) prinzipiell genügend Freiraum geben.
Die Entwicklung der Flugstunden
2014: - 7h
2015: - 28h
2016: - 76h
2017: - 176h
2018: - 254h
2019. - 241h
2020: - 190h (Corona!)
... und der Streckenkilometer
2015: - 170km
2016: - 2.800km
2017: - 11.400km
2018: - 19.100km
2019: - 17.950km
2020: - 17.450km
 
Dies ist eine wahrhaft beeindruckende Bilanz!
Es bleibt zu hoffen, dass Covid 19 nicht auch 2021 dem Segelflugsport einen Strich durch die Rechnung macht.
Wie gewohnt wird im OLC-Magazin über markante Flüge von Johannes Beyer berichtet werden.
Der OLC drückt Johannes Beyer die Daumen für viele erfolgreiche Flüge in 2021!

Tuesday, 20. October 2020 LSV Rinteln e.V. ist Deutscher Meister 2020 – Neue Hoodies statt großer Meisterfeier translate news

Urkundenübergabe an den "Coach" Reinhard Schramme mit der obligatorischen Sektdusche.
v.l.n.r.: Norbert Siebert, Willi Wielage, Rolf Bödeker, Reinhard Schramme, Ulrich Kaiser, John Berroa und davor knieend Stephan Beck (1. Vorsitzender).
Foto: Dieter Vogt
Dass das Corona - Virus auch die Segelflugvereine in Deutschland erreicht und das Vereinsleben massiv einschränkt, haben wir schon zu Beginn der Saison gemerkt. Nicht nur, dass die Bundesliga - Saison 2020 nicht planmäßig starten konnte; der gesamte Flugbetrieb ruhte bis in den Mai. Es sollte dann noch bis zum 30. Mai dauern, bevor der Titelverteidiger in die lang herbeigesehnte Bundesliga - Saison starten konnte. Die Pilotinnen und Piloten waren motiviert bis in die Haarspitzen, sollte der Titel doch verteidigt werden.
Und schon nach der 2. Runde hatten die Niedersachsen die Tabellenspitze übernommen und sollten diese Position bis zum Ende auch nicht mehr abgeben und das, ohne auch nur eine Runde selbst gewonnen zu haben. ( Die Berichte über die geflogenen 13 Runden findet ihr hier ). Und so war die Ligasaison schneller vorbei als gedacht. Nur das Corona - Virus war noch da.
Nach Durchsicht der gültigen Verordnung war dem Vorstand des Vereins schnell klar, dass es eine Meisterfeier wie im letzten Jahr auf keinen Fall geben konnte. Daher versammelten sich die Rintelner Pilotinnen und Piloten am Abend des 5. September nach dem jährlichen Oldtimer - Fly in ( Bericht und Bilder hier ) auf der Terrasse vor dem Vereinsheim zu einem kleinen Umtrunk mit Gegrilltem. In einer kleinen Ansprache dankte der 1. Vorsitzende Stephan Beck allen Pilotinnen und Piloten, den Helfern am Boden und der Presseabteilung in Person von Ulrich Kaiser und Dieter Vogt, die jede Woche Berichte in der örtlichen Presse und bei den Sport - Onlineportalen unterbringen konnten und damit das Interesse am LSV und unserem Sport in die breite Bevölkerung trugen. Ein besonderer Dank ging an Reinhard Schramme, der die Mannschaft immer wieder motivierte, stets ein gutes Händchen für Flugweg und Taktik hatte, und immer mit gutem Beispiel voranflog. Rückblickend fasste „der Käpt’n“ die Saison und den Grund für den Erfolg so zusammen:
„Von Beginn an war das Wohlfühlklima im Verein außergewöhnlich und spürbar. Jeder hatte Interesse und zeigte Herz für die Sache - Bundesligafliegen! Wir haben es gemeinsam gelebt. Das Wir-Gefühl und Motivation pur über die komplette Saison!“
Im Anschluss ließen die Pilotinnen und Piloten in kleinen Runden die Saison Revue passieren und die spannendsten Situationen wurden erneut durchlebt, die stärksten Bärte noch einmal ausgekurbelt und die längsten Wolkenstraßen noch einmal abgeflogen...
Zwei Tage später rückte der Bautrupp zu Begradigung des östlichen Landefeldes an, was den Flugbetrieb etwas einschränkt, aber die Flugsaison ist ja fast vorbei - nur das Corona - Virus ist noch da.

 Text und Fotos: Ulrich Kaiser
 
Neuer Hoodie Vorder – und Rückseite
Begradigtes Landefeld
Kneipenfenster mit Schriftzug
„Deutscher Meister 2020“

 


Monday, 19. October 2020 AS 33 Es receives EASA Certification - Intensive Flight Testing translate news

With great pleasure the Schleicher team received the news that the EASA has certified the AS 33 Es, the new 18m sailplane only 9 months after its first flight on 23 January 2020. The certification was given as part of the latest issue of CS-22 (Amendment 2, 05 March 2009).  With this the AS 33 Es complies with the current European technical and safety requirements.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau

Monday, 19. October 2020 EASA erteilt Zulassung der AS 33 Es - Intensive Flugerprobung translate news

Mit großer Freude hat das Schleicher-Team die Nachricht entgegengenommen, dass die EASA die Zulassung für den neuen 18m-Segler AS 33 Es erteilt hat, und das nur ein dreiviertel Jahr nach dem Erstflug am 23. Januar 2020. Die Zulassung erfolgte nach der neuesten Ausgabe der CS-22 (Amendment 2, 05 March 2009). Damit erfüllt die AS 33 Es den aktuellen Stand der europäischen Technik- und Sicherheitsanforderungen.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau

Sunday, 18. October 2020 Schneller, höher, weiter – Mein Jahr mit dem Talentförderflugzeug LS8 neo translate news

 
 
 
 
Voller Erwartungen startete ich als frischer Sportsoldat mit dem Förderflugzeug „OLC neo“ in die Saison 2020. Die Vorfreude auf meine ersten Alpenflugerfahrungen Anfang März mit der Standardklasse war riesig. Diese sollte jedoch nach einigen Tagen in den Hintergrund geraten, als in den Medien mehr und mehr über die steigenden Corona-Fälle berichtet wurde. Innerhalb weniger Tage wurden in Frankreich alle Flugplätze geschlossen und wir mussten zwangsweise wieder zurück nach Deutschland fahren. Leider wurden in der darauffolgenden Zeit fast alle Wettbewerbe abgesagt.
Nachdem die schlimmste Zeit von Mitte März bis Anfang Mai überstanden war und wir endlich wieder fliegen durften, wollte ich keine Minute mehr verpassen. Glücklicherweise hatte es zu dieser Zeit tolles Wetter, sodass ich eine Woche lang, jeden Tag meist schon vor 10 Uhr starten konnte. In dieser Woche habe ich gelernt, dass das Starten meist früher möglich ist als man denkt. Mal mehr, mal weniger sinnvoll.
Bereits am vierten Tag konnten Jan Schulz und ich in unserem Mini-Fluglager eine Strecke von über 900km zurücklegen und das aufgrund der Temperaturen auch noch ohne Wasserballast. Ende Mai dann der erste Flug, bei dem ich der 1000er Marke deutlich näher kam. Anschließend folgen Trainingsflüge zwischen 500 und 900km, bei denen ich die Ls8 auch mit Wasser fliegen konnte und als Libellen-Pilot quasi einen Klassenwechsel in die Offene Klasse erfahren habe. ;)
Anfang Juli hatte es mit Abstand das beste Wetter, was ich bisher erlebt habe. Am 07.07 war die Enttäuschung trotzdem groß, als ich „nur“ 998,9 km gewertet bekam, obwohl das LX 1003km angezeigt hatte. Mit dem einzigen bevorstehenden Wettbewerb in Grefrath Mitte Juli, dachte ich, dass sich mir keine Chance mehr für einen 1000km Flug anbieten würde. Eine Woche später wurde ich eines Besseren belehrt, als ich am 11.07 nach einem spontanen 950km Flug gelandet bin und erfahren habe, dass der nächste Tag noch besser werden sollte. Überglücklich landete ich am Sonntag nach meinem bisher größten Streckenflug mit einer Distanz von 1116 km, der sogar unter den TOP 3 der punkthöchsten Flüge des Jahres in Deutschland landete.
Etwas stressiger wurde die Nachtfahrt nach Grefrath, wo ich dann leider am 13.07 nicht mehr zu einem großen Flug aufbrechen konnte. Dennoch konnte ich am ersten Wertungstag den 3 Platz belegen.
Am zweiten Tag bin ich bei der AAT etwas zu weit in die schlechte Eifel eingeflogen und habe somit 100 Punkte auf den ersten Platz verloren. Am letzten Wertungstag habe ich mich leider auf dem dritten Schenkel etwas verbastelt und musste mich mit Platz 7 abfinden. Der Wettbewerb in Grefrath verlief trotz den Corona-Vorschriften super und mit dem 5. Platz in der Gesamtwertung war ich angesichts des starken Teilnehmerfelds in der Standardklasse zufrieden.
Danach lag mein Fokus hauptsächlich auf den Ligaflügen, um unseren Platz in der U25 zu verteidigen und in der Young Eagle Speed Cup Wertung zu punkten. Im August hatten wir recht häufig labiles Wetter und damit die idealen Voraussetzungen für schnelle Ligaflüge. Ganz besonders toll war der Flug am 16.08, bei dem ich einen Schnitt von 155,85km/h und damit dieses Jahr den zweitschnellsten Flug in Deutschland erzielen konnte. Ganz am Ende des Jahres nutzte ich die kleinen Wetterfenster, um unserem Nachwuchs das Streckenfliegen etwas näher zu bringen und die verbleibende Zeit mit der Ls8 voll auszuschöpfen. Insgesamt habe ich auf der Ls8 ca. 300 Stunden gesammelt und dabei 26.000 Kilometer zurückgelegt.
Ich möchte mich bei allen Sponsoren bedanken, die mir mit der Ls8 die Möglichkeit gegeben haben, mich dieses Jahr fliegerisch weiterzuentwickeln. Egal ob im Wettbewerb oder im freien OLC-Flug - Die Ls8neo ist einfach eine geile Kiste! Danke, dass ich sie fliegen durfte!!
 
Eric Schneider
 
Die ersten Flüge mit der LS8 in Frankreich.
Im Hintergrund die Coupe, der Einstieg
in den Parcours.
Fliegen bis zum Sonnenuntergang
– jede Minute wird ausgenutzt
Ligafliegen unter den Straßen
mit dem Renngerät.
 

Wednesday, 30. September 2020 SFV Mannheim: Aufstieg in die 2. Segelflug Bundesliga translate news

Endlich ist es wieder soweit: der SFV Mannheim hat sich an die Tabellenspitze der Quali Liga vorgearbeitet und steigt damit in der 2. OLC Bundesliga auf. Zu verdanken haben wir diesen sportlichen Erfolg dem unermüdlichen Einsatz von insgesamt 12 Mannheimer Pilot/-innen, die diese Saison gültige Bundesliga Flüge für den Verein gemeldet haben.
Als dieses Frühjahr die Corona Krise über uns hereinbrach, sah es zuerst danach aus, als fällt die komplette Saison ins Wasser. Die Enttäuschung war jedem deutlich anzusehen. Entsprechend groß war die Freude, und damit verbunden natürlich auch die Motivation, als die Corona Maßnahmen gelockert wurden und wir endlich wieder fliegen durften. In den letzten Jahren haben im SFV Mannheim viele Nachwuchs-Streckenflieger ihre Lizenz erlangt und sind bis unter beide Ohren motiviert die «alten Hasen» am Wochenende zu unterstützen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: nach 2 Jahren Streckenflug Flaute und Abstieg in die Quali Liga zeigen die Mannheimer Piloten, was möglich ist, wenn man sich anstrengt, dabeibleibt und Spaß am Streckenflug hat. In dieser Saison hat sich wieder einmal besonders gezeigt, dass die thermisch schlechten Tage extrem entscheidend sind. So profitierten die Mannheim Piloten viel mehr von den eher mageren Wetterlagen an einigen Wochenenden, die dennoch kürzere Flüge in Platznähe ermöglichten, als von den vielen Hammertagen dieses Jahr. Dadurch zeigten sie eine durchweg kontante Leistung, die uns letztendlich den Sieg sicherte. Besonders schön war dieses Jahr der Teamgeist, der sich nach und nach unter den Vereinsmitgliedern entwickelte. Eine bunte Mischung als jungen, alten, erfahrenen und Nachwuchs Piloten und Pilotinnen arbeiteten eng zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Es fanden untereinander viele Absprachen, Coachings und gemeinsame Briefings statt, von denen letztendlich alle profitieren konnten.
Die OLC Bundesliga bringt immer wieder neue Spannung in unseren wunderschönen Sport und motiviert, sich kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wir vom SFV Mannheim freuen uns auf eine hoffentlich längere und ebenso erfolgreiche Bundesliga Saison 2021 mit vielen unvergesslichen Flügen.
 
Leif Schreiber
 
Lutz trug durch sein Engagement und
durch seine Erfahrung maßgeblich zum diesjährigen Erfolg des SFV Mannheim
in der Quali Liga bei.
Er war stets motiviert und stand den
Nachwuchspiloten mit Rat und Tat zur Seite.
Long-Distance-Spezialist seit Jahrzehnten: Ingo Andresen
Christian ist einer der erfolgreichsten
Nachwuchspiloten. Er schöpfte sein
Potential voll aus und meldete in vielen Runden gute Flüge.

 


Monday, 28. September 2020 OLC Discus for Eric Schneider translate news

Winner 2020 Eric Schneider in the cockpit of the Discus 2cT "OLC". Henrik Theiss took the glider this year for 270 hours on cross country flights. Sponsor Wilfried Großkinsky is accordingly proud of his juniors.
Once patronized and then always ahead: Matthias Arnold from LSV Weinheim has once again proven how effective the OLC sponsoring is. The winner of the OLC Discus 2016 took again the top ranking in the Junior Challenge 2020. By 50 points (1.4 percent of the total points) he relegated Eric Schneider from FSG Hammelburg to second place. Right at the top as third was Henrik Theiss from the FLG Grabenstetten who won the Junior Challenge 2019.
Eric Schneider narrowly missed first place, but not the Discus 2cT! At the small OLC junior meeting, which sponsor Wilfried Großkinsky had invited on the last weekend of September at the Dahlemer Binz, he took over the OLC-Discus from Henrik Theiss. Matthias Arnold had already enjoyed the glider before and couldn’t get it once more.
To everyone who has ambitions for the Discus 2cT with the “OLC” competition number, what do you have to do to finish so far ahead? Eric Schneider made twice a distance of almost 1000 kilometers, one time 23 short and the other time only 1.1 kilometers short of the long distance. Eric’s biggest flight with the LS8 neo from Hammelburg: 1100 kilometers and an embedded 970 FAI triangle! With this outstanding performance he earned the Discus.
Last year's prize winner Henrik Theiss pushed himself into the top three of the Junior Challenge with the OLC-Discus with two 1000 k flights and a triangle in the 900 k region.
But maybe another good junior would have hit the jackpot this time. You don't have to be first or second to enjoy the OLC-Discus. With a placement in the top ten you have a good chance if the top places are occupied by last years winners. But the competition flights must have a smiley! Subsequent membership reports to segelflugszene do not meet this requirement.
The smiley is, in a sense, the sign of the OLC community, a symbol of recognition and sympathy for the OLC's work and commitment to gliding. And it costs just 12 euros a year.

 


Monday, 28. September 2020 OLC-Discus für Eric Schneider translate news

Sitzprobe: Eric Schneider im Cockpit des Discus 2cT „OLC“, mit dem Henrik Theiss (hinten) in diesem Jahr 270 Streckenflugstunden gesammelt hat. Sponsor Wilfried Großkinsky ist entsprechend stolz auf seine Junioren.
Einmal gefördert und dann immer vorn: Wie sehr die OLC-Förderung wirkt, das hat jetzt einmal mehr Matthias Arnold vom LSV Weinheim bewiesen. Der Gewinner des OLC-Discus 2016 hat in der Junior Challenge 2020 erneut den Spitzenplatz erobert. Um 50 Punkte (1,4 Prozent der Gesamtpunkte) verwies er Eric Schneider von der FSG Hammelburg mit dem Förderflugzeug LS8 neo auf Platz 2. Ganz vorn dabei als Dritter auch der Preisträger der Junior Challenge 2019, Henrik Theiss von der FLG Grabenstetten.
Den Platz eins hat Eric Schneider knapp verpasst, aber nicht das Förderflugzeug! Bei dem coronabedingten kleinen OLC-Junioren-Treffen, zudem Sponsor Wilfried Großkinsky am letzten Septemberwochenende als Alternative zu dem abgesagten OLC-Finale auf die Dahlemer Binz eingeladen hatte, hat er den OLC-Discus von Henrik Theiss übernommen. Matthias Arnold war ja schon einmal in den Genuss dieses Förderflugzeugs gekommen.
An alle, die Ambitionen auf den Discus 2cT mit dem Wettbewerbskennzeichen OLC hegen, was man machen muss, um so weit vorn zu landen? Eric Schneider hat dazu mit der LS8 neo zweimal von Hammelburg bis knapp 1000 Kilometer weit ausgeholt, einmal fehlten 23, das andere Mal nur 1,1 Kilometer an der großen Distanz. Der Hammer gelang Eric am 12. Juli mit 1100 Streckenkilometern und eingebetteten 970er FAI-Dreieck von Hammelburg aus! Mit diesen herausragenden Leistungen hat er sich den Discus wahrlilch verdient.
Vorjahres-Preisträger Henrik Theiss schob sich mit dem Förder-Discus mit zwei Tausendern und einem Dreieck in der 900-km-Region unter die besten Drei der Junior-Challenge.
Aber vielleicht hätte dieses Mal auch ein anderer guter Junior das große Los gezogen. Um in den Genuss des OLC-Discus zu kommen, muss man ja nicht erster oder zweiter werden. Mit einer Platzierung unter den besten Zehn hat man gute Chancen, wenn die vorderen Plätze von Vorjahres-Gewinnern oder anderen Begünstigten besetzt werden. Aber die Wertungsflüge müssen einen Smiley tragen! Nachträgliche Mitgliedsmeldungen bei segelflugszene erfüllen die Forderung nicht.
Der Smiley ist gewissermaßen das Zeichen der OLC-Gemeinschaft, ein Symbol der Anerkennung und Sympathie für die Arbeit und das Engagement des OLC für den Segelflug. Und die kostet gerade mal 12 Euro im Jahr.

Thursday, 10. September 2020 Abschlussbericht Meister 2. Segelflug-Bundesliga 2020 translate news

Als es Mitte Mai hieß "die Liga startet wieder am 30.5." war es auf einmal wieder da, dieses Liga Fieber, dass die letzten Jahre bei uns etwas verloren gegangen war. Da nach und nach die zentralen Quali-Wettbewerbe und dann auch noch der Klippeneck Wettbewerb abgesagt wurden, war klar, dass sich dieses Jahr nur im dezentralen Wettbewerb gemessen werden konnte.

So war es kaum verwunderlich, dass gleich am ersten Wochenende volle Mannschaftsstärke anrückte und gleich zu Beginn ein Rundesieg dabei für uns heraussprang. Als es dann die nächsten Wochenenden hieß, dass der Pfingsturlaub mit der Familie dieses Jahr auch noch nicht standfinden konnte, zogen immer mehr Mitglieder ihre Camper auf unser schönes Fluggelände oberhalb des Blautopfs. So gab es in Runde fünf gleich nochmals einen hart erkämpften Rundensieg, der die FLG an die Tabellenspitze brachte. Nach einem kurzen Aussetzer in Runde 6 musste diese kurzfristig an den LSV Hofgeismar abgegeben werden, konnte jedoch in Runde sieben wieder mit einem zweiten Rundenplatz zurückgewonnen werden und wurde auch noch bis zum Samstag der letzen Runde nicht mehr abgegeben.
Die Runde sieben stand ganz im Zeichen des FAI Dreiecks, so konnte von unserem Platz aus gleich 6 Tausender geflogen werden wobei 4 davon im Dreieck und 2 davon sogar angemeldete FAIs waren. Nach einem erneuten Rundesieg in Runde 9 betrug der Vorsprung stattliche 23 Punkte auf die Nachbarn aus Laichingen. Dieser schrumpfte jedoch bis zur letzten Runde auf einen mickrigen Punkt vor dem LSV Hofgeismar. Diese holten sich am Samstag der letzten Runde die Tabellenführung und lösten bei uns großen Frust aus, da die Wettervorhersage für Sonntag ganz und gar nicht nach den vorgelegten 299 Punkten von Hofgeismar aussah. Am Ende reichte es sogar dank einer Konvergenz im Donautal mit etwas Abstand, wobei nicht einer der 3 Piloten, die in die Wertung kamen, patzen durfte.
So bleibt es zu hoffen, dass die Motivation unserer Mitglieder anhält und wir an unsere Erfolge der ersten Liga aus den Jahren 2004 und 2011 anknüpfen können, als die FLG Meister wurde.
 
Martin Söll
 
Die 11 top scorer der FLG (Erster bekommt
drei Punkte, Zweiter zwei und Dritter einen )
Flugplatz Blaubeuren
Formationsflug der
Bundesligamannschaft
FLG Blaubeuren
 

Tuesday, 08. September 2020 Schleicher’s first Electric Self-Starter AS 34 Me has fledged translate news

An affordable 18/15m sailplane with the quality and safety features normal for this class, combined with a powerful electric propulsion system, is meant to open new possibilities for casual pilots and clubs. That was the idea behind the development of the new AS 34 Me. Now the sailplane has made its first self-launched start at the company airport „Huhnrain“ – with very impressive climb rates of over 3 m/s.
The AS 34 Me is an adaption of a proven 18/15m unflapped sailplane with the electric propulsion system already used in the ASG 32 El. However, changes were made to the system architecture with the original fuselage battery block replaced by two separate and more powerful batteries in the wings, thereby providing the necessary extra energy required for self-launching.
In this way an uncomplicated, practical self-launcher has been created, which, thanks to the intuitive operation of the propulsion system and the exceptionally good-natured handling characteristics of the sailplane, provides pure joy when flying it at any time.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau
 
 
 
 

Monday, 07. September 2020 Schleichers erster Elektro-Eigenstarter AS 34 Me flügge translate news

Ein erschwingliches 18/15m-Segelflugzeug mit denen in dieser Kategorie üblichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards, kombiniert mit einem kraftvollen Elektroantrieb, soll für Hobbypiloten und Vereine neue Möglichkeiten eröffnen. Das war die Idee zur Entwicklung der neuen AS 34 Me. Jetzt hat der Segler erstmals im Eigenstart vom Werksflugplatz „Huhnrain“ in Poppenhausen abgehoben – und das mit beeindruckenden Steigwerten von über 3 m/s.
Dabei ist die AS 34 Me die Adaption eines bewährten 18/15m-Seglers mit Starrprofil auf den bereits in der ASG 32 El verwendeten Elektroantrieb. Dieser allerdings mit geänderter Systemarchitektur, indem der ursprünglich zentral im Rumpf sitzende Akkublock in zwei separate Flügelbatterien aufgeteilt und mit dem erforderlichen Mehr an Leistung versehen wurde. Auf diese Weise ist ein unkomplizierter, alltagstauglicher Eigenstarter entstanden, der Dank der intuitiven Bedienung des Triebwerkes und den hervorragenden und gutmütigen Flugeigenschaften des Seglers das Fliegen zu jeder Zeit zum reinen Vergnügen macht.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau

   

 


Friday, 28. August 2020 OLC-League 2020: Minden Soaring Club wins the Gold League translate news

The clubs No. 15-18 will be competing in next year’s Silver League. Green marked Silver League clubs will line up for the 2021 OLC-Gold League.

 

OLC Gold-League 2020:  
# Points  
1 144  
2 127  
3 86  
4 74  
5 69  
6 66  
7 58  
8 54  
9 54  
10 53  
11 48  
12 43  
13 36  
14 28  
15 25  
16 24  
17 24  
18 15
 
 
OLC Silver-League 2020:  
# Points  
1 160  
2 146  
3 146  
4 138  
5 111  
6 104  
7 96  
8 95  
9 88  
10 80  
11 78  
12 70  
13 66  
14 54  
15 54  
16 54  
17 53  
18 53  
... ...

 


Thursday, 27. August 2020 Die kurze Ligasaison 2020 – ein Fazit translate news

Die Bundesligasaison 2020 ist Geschichte. Fast wäre die zwanzigste Auflage der Liga ausgefallen. Gerade noch rechtzeitig wurden die Corona-Lockdown-Maßnahmen gelockert, um wenigstens noch 13 Runden ausfliegen zu können. Es war eine Risikoabwägung und -entscheidung der OLC-Leitung, die aber am Ende erfreulicherweise aufging. Die befürchteten unfairen sportlichen Bedingungen durch eventuell unterschiedliche Covid-19-Regelungen in den verschiedenen Bundesländern trafen zum Glück nicht ein. Die Wettergerechtigkeit mag bei einer längeren Saison mit 19 Runden natürlich eher gegeben sein, aber auch die Verkürzung erzeugte keine großen Nachteile. Ligafliegen hat wieder Spaß gemacht. Gemeinsam die Wettervorhersage analysieren, taktische Feinheiten ausbaldowern, Regelerkenntnisse mit den Mannschaftkameraden teilen, Funkhilfe geben und nicht zuletzt am Abend zusammen der Wertung entgegen fiebern. Selbst ein guter Langstreckenflug kann einem gefeierten Teamerfolg nicht das Wasser reichen. Hätte es die Liga 2020 nicht gegeben, würde den meisten Segelfliegern etwas gefehlt haben!
In Runde 1, ausgeflogen am 30. und 31. Mai, erfolgte gleich einmal ein Senkrechtstart. So waren in der 1. Liga sofort über 300 Speedpunkte notwendig, um mehr als nur einen Punkt zu ergattern! Selbst die Hälfte der 2. Liga und 17 Teams der Qualiliga legten in dieser Größenordnung los. Wie wenn alle nur darauf gewartet hätten, endlich wieder Liga fliegen zu dürfen! Außerdem brachten die ersten Runden gleich einmal die Erkenntnis, dass die Leistungsdichte, besonders an der Spitze der Liga 1 und 2, immer enger wird. Gleichmäßig gutes Wetter lies schnelle Flüge von der Alb bis Niedersachsen zu. Der Deutsche Meister aus Rinteln unterstrich mit den Rundenplätzen 4 und 2 sofort die Ambitionen auf die Titelverteidigung. Der Rundensieg der Fliegergruppe Wolf Hirth muss wohl dort einen Motivationsschub ausgelöst haben, der dann lange anhielt und schlussendlich auch mit dem Vizetitel belohnt wurde. Bis Runde 10 waren sie sogar die schärfsten Jäger von Rinteln. Allerdings versäumten die Kirchheimer gleich das Nachlegen in Runde 2. Hier schlug mal wieder die Erkenntnis zu, dass die Big Points bei schlechtem Wetter zu holen sind. Drei Flüge von den Walldürnern mit um die 80 km/h reichten schon für 9 Tabellenpunkte aus. Das katapultierte sie in die obersten Tabellenregionen. Die Odenwälder waren dann die ganze Saison über nie schlechter platziert als auf Tabellenrang 5. Nach einem tollen Endspurt in den letzten vier Runde ist der Podiumsplatz 3 hochverdient. Auch in der 2. Liga markierte Blaubeuren mit einem Sieg in Runde 1 sofort die Anwartschaft auf den Aufstieg und ließ sich dann die zur Hälfte der Saison eroberte Tabellenspitze bis zum Ende nicht mehr abnehmen.
Auch die U25-Liga startete hervorragend! Es dürfte der Regeländerung von drei auf nur noch zwei Piloten pro Team zuzuschreiben sein, dass schon in der ersten Runde 39 Teams vollzählig teilnahmen. Diese „Vollständigkeit-Rate“ lag in den vergangenen Jahren im Schnitt bei unter 4 und schaftte bei guten Runden nur sehr selten um die 10! Selbstverständlich erhöht dies die Chancengleichheit und damit auch die Motivation auf weitere und intensivere Teilnahme in vielen Vereinen.
Beherrscht wurde dann in allen Ligen die Runde 2 eindeutig von den Nordvereinen. Alle vier Erstliga-Niedersachsen lagen auf den ersten fünf Plätzen, ergänzt von Oerlinghausen auf Platz 3, was Tabellenplatz 2 bedeutete. Diesen Erfolg konnte Oerlinghausen dann bis Runde 7 halten, ließ dann aber stark nach und musste vom Podium steigen. Auffällig ist noch der 131 Speedpunkte schnelle Flug von Felipe Levin, der damit über 20% schneller war als der Zweitschnellste dieser Runde (107,7)! Außerdem legte er mit diesem 1000-km-Flug bei „halbseidenem“ Wetter auch noch fast doppelt so viele Kilometer vor wie der Zweitweiteste in Deutschland an diesem Tag (539 km)! Ausnahme in dieser Nordphalanx bildete die FSG Hammelburg in der U25-Liga. Mit zwei Piloten und nur knapp 100 Speedpunkten gelingt ihnen mit Rundenplatz 4 einer jener berühmten Big Points bei schlechtem Wetter. Damit setzen sie ein frühes Zeichen, steigern sich im Laufe der Saison und geben den verdienten Titel dann ab Runde 8 nicht mehr ab.
Interessant, dass der Wetterausgleich sofort in Runde 3 folgt. Gerade die bayerische Erstliga-Armada aus neun Vereinen konnte die ersten Runden, bis auf Lichtenfels, quasi abschreiben. Nun aber belegten sieben Bayern die ersten sieben Rundenplätze und die Nordvereine mussten mit der zweiten Ranglistenhälfte vorlieb nehmen. Wieder gaben die schnellen Lichtenfelser den Ton an und setzten sich mit über 364 Speedpunkten in der 1. Liga und 210 Punkte in der U25 weit vom Rest ab. Um sich in den Tabellen ganz vorne zu schieben und dort über die ganze Saison zu halten, fehlt es den eifrigen Lichtenfelsern aber an Pilotenmasse und damit Konstanz. Ganz im Gegensatz zu den größeren Vereinen wie dem Rekordmeister Burgdorf und dem Titelverteidiger Rinteln, die bei gutem Wetter genügend Punkte holen können und bei mittlerem Wetter, wie in Runde 4, nichts anbrennen lassen, entweder die Hänge entlang jagen oder die Wolkenaufreihungen nutzen und damit in jeder Lebenslage fähig sind, vorderen Plätze einzunehmen. Schon 12 Punkte Vorsprung konnte Rinteln auf den Tabellenzweiten Oerlinghausen vorweisen. Wer sollte sie stoppen? Jedenfalls keiner in den folgenden Runden 5 und 6. Wieder konnte man von „Liga-Big-Points-Wetter“ sprechen und wieder gelang den Rintelnern eine hohe Punkteausbeute. Zwar lassen sie „großzügig“ die Rundensiege an Celle, Pirna, Gifhorn, Nastätten oder Homberg gehen, aber geben die laufend ausgebaute Tabellenführung seit Runde 2 nicht mehr ab. Schlussendlich können sie vorzeitig und völlig unspektakulär, aber ohne einen einzigen Rundensieg, die Titelverteidigung feiern.
Deshalb konzentriert sich die Gemeinde ab der Hälfte der verkürzten Saison auf die verbliebenen zwei Podiumsplätze in der Top-Liga. Und da blieb es für drei Teams spannend bis zur letzten Minute! Bamberg mauserte sich ab Runde 6 mit konstant guten und immer besser werdenden Ergebnissen bis ganz nach vorne. Dort dürfte irgendwann die Motivation zum Selbstläufer geworden sein. Leider war ausgerechnet die letzte Runde wettertechnisch aus bayerischer Sicht nicht ganz fair. Viele Außenlandungen und Flüge unter dem 40 Punkte-Grenzwert vermiesten das Finale. Da konnte auch der abendliche Champions-League-Sieg von Bayern München nicht mehr helfen. Die konstant fliegenden Odenwälder aus Walldürn und die Wolf-Hirther aus Kirchheim gönnten Bamberg das Podium nicht.
Die früheren Mehrfachmeister aus Burgdorf und Bayreuth konnten durch jeweils einen Rundensieg die vergangenen Erfolge kurz aufblitzen lassen, hatten aber in dieser Saison mit dem Podium und der Titelvergabe zu keiner Zeit etwas zu tun. Immerhin legte Bayreuth in Runde 10 mit 410,6 Speedpunkten die beste 1.Liga-Leistung 2020 vor. Über dem explodierenden Thüringer Wald konnte Maximilian Dorsch aus Bamberg mit einer LS4 die beste Saisoneinzelleistung (148 Punkte) setzen. Als respektvolle Anerkennung darf hier die ligaübergreifende Bestleistung des SFZ Ottengrüner Heide , ebenfalls aus Runde 10, nicht unerwähnt bleiben. Ihre 417,48 Punkte aus der 2. Liga sind in 2020 unübertroffen!
Die schon anfangs erwähnte hohe Leistungsdichte kann in der verkürzten Saison 2020 noch durch mehrere anderen Fakten belegt werden. Zum einen gab es bei 13 Runden elf verschiedene Rundensieger in Liga 1 – nur der Fliegergruppe Wolf Hirth (Runde 1 und 8) und dem AC Bad Nauheim (Runde 11 und 13) gelangen zwei Siege. Zum zweiten entschieden sehr oft nur minimale Differenzen in den Geschwindigkeiten bzw. den Speedpunkten über die Platzierungen. In Runde 5 trennte der Erste (Pirna) vom Zweiten (Brandenburg) gerade mal 0,02 Punkte! Das sind nur wenige Sekunden pro Pilot! Und dies ist durchaus kein Einzelfall und auch nicht auf Nachbarvereine beschränkt, die vermeintlich im gleichen Wetter fliegen konnten, sondern zieht sich durch die ganze Saison, laufend finden sich Abstände unter 0,1 km/h in den Ranglisten, sogar mehrfach pro Runde.
Als Beispiel seien hier die Oerlinghausener und die Schwarzwälder verglichen. Nur 0,27 Punkte trennen sie in Runde 9. Und auch die jeweils besten drei Piloten konnten annähernd gleich schnell fliegen, obwohl mehrere hundert Kilometer zwischen ihren Startorten und Fluggebieten liegen. Da lohnt sich die taktische Ausrichtung des Fluges auf die Ligaregeln in jedem Fall, um diese minimalen Abstände aufzuholen. Sehr viel wird an Ligaspeed verschenkt, weil sich die durchaus schnellen Piloten auf die Langstrecke konzentrieren, aber mit ein bisschen Basiswissen der Ligaregeln durchaus ein paar km/h herausholen könnten. Auch in der 2. Liga gibt es genügend Beispiele, wo an weit auseinander liegenden Ecken praktisch gleich schnell geflogen wird. In Runde 3 liegt Eisenhüttenstadt zum Beispiel nur 0,06 Punkte vor Bad Wörishofen am anderen Ende der Republik.
Oft ärgert man sich erst abends, wenn die Wertungen sichtbar werden. „Die 0,5 km/h schneller wären für mich sicher drin gewesen“, wird sich so mancher oft selbst vorgeworfen haben. Gerade am Tabellenende entscheiden nur wenige Punkte über Abstieg oder Verbleib in der Liga.
Deshalb gibt es bei den sieben Erstliga-Aufsteigern aus 2019 auch ein gemischtes Bild. Oerlinghausen geht hochmotiviert die erste Saisonhälfte an, platziert laufend unter den Top Ten, lässt dann aber stark nach. Immerhin springt mit Finalplatz 9 ein Top-Ten-Ergebnis heraus. Ansbach und Bad Nauheim halten sich lange gut im Mittelfeld. Letzteres Team kann dann sogar mit den Rundensiegen in Runde 11 und 13 noch mit Tabellenplatz 7 an die Spitzengruppe anschließen. Ein Rundensieg gelingt auch Pirna in Runde 5, was aber für das einzige sächsische Team leider ein Ausreißer nach oben darstellt und nicht für den Verbleib in der 1. Liga reicht. Genauso wie der Aero Club Berlin, müssen die Schweinfurter sofort wieder absteigen. Der Wind weht doch etwas härter, je höher man in den Ligen aufsteigt. Der HAC Boberg kann sich in der letzten Runde mit einer Startverlagerung an die Hänge der Porta Westfalica gerade noch mit einem Punkt vor Stadtlohn retten. Wieder einmal entscheidet ein Punkt über Verbleib oder Abstieg. Den von täglich früher Flugplatzschließung benachteiligten Braunschweiger kann leider auch ihr fulminanter Schlussspurt nicht helfen. Ihnen ist im nächsten Jahr eine Aufstiegsfeier zu wünschen.
Für eine hoffentlich „normale“ Saison 2021 dürfen die Aufsteiger aus der 2. Liga begrüßt werden. Souverän setzten sich die früheren zweifachen Deutschen Meister aus Blaubeuren mit drei Rundensiegen durch, sehr knapp gefolgt von Hofgeismar, die nicht ganz so konstant über alle Runden unterwegs waren. Die immer mit dem 15-km-Zielkreis kämpfenden Bad Wörishofener vervollständigen das Podium, Laichingen und Eisenhüttenstadt folgen auf den Plätzen. Äußerst knapp wurde auch um die letzten beiden Aufstiegsplätze gekämpft. Am Ende setzten sich die LSG Fallersleben und der SFC Schwäbisch Hall gegen die nun punktgleichen Eichstätter und Bad Homburger durch. Letztere brillierten zwar auch durch drei Rundensiege, mussten aber zu oft mit nur ganz wenigen Punkten vorlieb nehmen.
Auch der Gewinner der 463 Teams umfassenden Qualiliga, SFV Mannheim, übrigens Gewinner der allerersten Ligasaison im Jahre 2001, zeigte eine große Konstanz. Bis auf die letzten beiden Runden, in denen Mannheim eh schon als Sieger feststanden, platzierten man sich zwar ohne Rundensieg, aber nie schlechter als Rundenplatz 23. Spannend war auch hier das Finale um die weiteren Podiumsplätze mit nur einen Punkt Unterschied, sowie der Kampf um den letzten Aufstiegsplatz. Hier herrschte sogar Punktgleichheit! Am Ende machte der zweifache Rundensieger FSV Mössingen das Rennen und wird Zweiter, aber punktgleich mit FSV Neustadt/Weinstrasse. Auch für die Neustädter gilt: drei Ausreißer sind mindestens einer zuviel. Bensheim ließ tatsächlich in der letzten Runde überhaupt nichts mehr anbrennen, holte sich mit 0,05 Punkten Vorsprung vor Riedelbach den Rundensieg und damit den letzten Aufstiegsplatz. Dazwischen dürfen noch die U25-Sieger aus Hammelburg, der AC Esslingen und das neue „Kunstteam“ Isar Segelflug in der 2. Liga begrüßt werden.
Auffallend ist, dass viele Junior-Piloten, die in der U25-Schlußtabelle ihr Team ganz vorne platzieren konnten, auch den Hauptanteil an der jeweiligen guten Platzierung ihrer Mannschaften in der 1. oder 2. Liga getragen haben. Konstanz zahlte sich besonders in der U25-Liga aus. Das Abbild der Anzahl der Ausreißer nach unten und deren Amplitude zeigt 1:1 das Bild der Tabelle nach 13 Runden. Hammelburg mit keiner einzigen schlechten Rundenplatzierung siegt, vor Oerlinghausen, die die Runden 7 und 8 etwas geschwächelt haben. Königsdorf, nach einer langen Siegesserie nun auf Platz drei, hat zwar nur Runde 2 ausgelassen, kann aber diese null Punkte nicht mehr kompensieren. Homberg auf Platz 4 weist gleich zwei dieser Nullrunden und Lichtenfels drei auf (Platz 5). Bad Wörishofen folgt der Logik entsprechend mit vier Ausreißern. Wie in der Qualiliga, wo es für einen Sieg gleich 50 Punkte gibt, werden die 40 Siegpunkte in der U25-Liga immer schwerer aufzuholen sein, je inkonstanter an den Runden teilgenommen wird. Umkehrschluss: Wer es schafft, jede Runde mit einem vollständigen Team teilzunehmen, dem ist ein Erfolg quasi garantiert!
Gratulation an die Meister und Gewinner der einzelnen Ligen. Für 2021 wünschen wir viel Erfolg den Aufsteigern und hoffentlich eine erneute hohe Motivation für die Absteiger! Und uns allen eine ungetrübte Corona-freie neue Saison.
 
Heiko Hertrich
 
Deutscher Meister 2020 - LSV Rinteln
 
FLG Blaubeuren
- Sieger 2. Segelflug-BUNDESLIGA
 
SFV Mannheim - Sieger Quali-Liga 2020
FSG Hammelburg - Sieger U25-Liga 2020

 


Wednesday, 26. August 2020 U25-Finale am Hang: Ausdauer zahlt sich aus translate news

Da sich die FSG Hammelburg den Titel nicht in der letzten Runde wegnehmen lassen wollte, ging es am Samstag für die Unterfranken zur letzten Runde der diesjährigen U25 Liga nach Bückeburg ans Wesergebirge.
Dort trafen sie auf deren direkte Verfolger vom FG Oerlinghausen. Für Eric Schneider und Andreas Heil ging es zunächst mit 45 min warten am Hang los, nachdem sie gegen 13 Uhr der erste Bart an Höhe gewinnen lies und sie nach Südwesten Richtung Bielefeld auf Strecke fliegen konnten. So ganz ohne Wasser ließ sich kaum ein schneller Schnitt erzielen, nach einem kurzen Abstecher an den Ith konnte er dann doch auf 100,51 Punkte getrieben werden. Zusammen mit Andreas Heil, der 82,05 Punkte auf ner LS 4 holte, konnten sie die Runde gewinnen und somit auch den Titel des Deutschen U 25 Meisters!
Die Oerlinghausener waren mit Lukas Brune mit 97,90 Punkten und Leon Bohnenkamp mit 67,69 Punkten nur knapp dahinter und bleiben somit auf dem zweiten Tabellenplatz als Vizemeister. Auf Platz drei folgen die Jungs der FSV Stölln mit Jasper Pepe Seemann, der 100,14 Punkte beisteuerte und Tobias Rinnert mit 42,61 Punkten.
Insgesamt konnten in der U 25 Liga nur 4 Vereine mit 2 Junioren punkten. Dies waren jedoch nicht die ersten vier, denn Simon Schröder hat am Sonntag noch einen raus gehauen und flog auf ner ASG 29-e mit 18m die Tagesbestmarke von 133,02 Punkten.
So gab es in dieser letzten Runde keine nennenswerten Veränderungen mehr in der Tabelle und uns bleibt es nur zu hoffen, dass kommendes Jahr eine ganze Saison geflogen werden kann.
Es war schön zu sehen, dass die Förderung junger Talente wie Eric Schneider gut angekommen ist und vielleicht dem einen oder anderen Junior noch etwas Ansporn gab, sich die LS 8 neo zu sichern.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Abschlusstabelle U25-Liga.
Gemeinsames letztes Rennen
ab Bückeburg: Eric Schneider,
Peter Wagner, Andreas Heil,
Leon Bohnenkamp und
Lukas Brune (v.l.n.r.).
In Wartemodus am Haupthang.
 

Wednesday, 26. August 2020 Blaubeuren krönt Traumsaison mit dem Liga-Sieg translate news

Knapper geht´s kaum
Bereits am vergangenen Dienstag kam bei den Sonderbucher Segelfliegern die Frage auf, ob die fürs Wochenende angekündigte Kaltfront schnell genug durchziehen würde und noch schnelle Flüge für die Bundesliga drin wären. Am Freitag war dann schon recht klar, dass das Wetter bei den hessischen Verfolgern gut werden würde. Nur wie gut? Und würde der Sonntag noch eine Chance bieten, den Vorsprung aufzuholen, den die Piloten aus dem hessischen Hofgeismar sicher herausfliegen würden? Am Samstagabend schließlich war die Stimmung etwas gedrückt, musste man doch fast 300 Geschwindigkeitspunkte aufholen.
Als sich am Sonntag dann die ersten Sonnenstrahlen zeigten, kam auf dem Flugplatz Sonderbuch eilige Betriebsamkeit auf. Martin Söll, Philipp Söll, Oliver Stockinger und Michael Heiß zogen ihre Flugzeuge aus den Transporthängern und bauten sie zusammen. Helmut Schmid bereitete den Doppelsitzer Arcus vor und Maximilian Hübner den neuen Discus des Vereins. Stockinger und Philipp Söll starteten als erste, gefolgt von Martin Söll, Helmut Schmid mit seiner Frau, Michael Heiß und Maximilian Hübner. Wie schon letztes Wochenende waren die ersten Kilometer etwas schwierig, bald schon meldeten die vorausgeflogenen Philipp Söll und Oliver Stockinger, dass man ab Mengen gut voran käme. Martin Söll konnte noch gut folgen, Michael Heiß kam dann jedoch schon wieder südwestlich von Sigmaringen zu tief und verlor wertvolle Zeit. Das Ehepaar Schmid kehrte in der Gegend von Ehingen um während Maximilian Hübner bei Zwiefalten den Motor anwerfen musste und damit aus der Wertung fiel. Die Vorausgeflogenen meldeten allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sie den Schluchsee sehen und am Rand des Südschwarzwaldes wenden. Am Abend konnten Philipp Söll (118,94 Punkte), Oliver Stockinger (112,74 Punkte) und Martin Söll (105,28 Punkte) zusammen beinahe 337 Geschwindigkeitspunkte melden, was einen zweiten Platz in der letzten Runde der Ligasaison erbrachte. Die Freude war besonders hoch, als eine Rückfrage in Hofgeismar ergab, dass dort am Sonntag keine Ligaflüge mehr gemacht wurden und Blaubeuren die Tabellenführung in der 2. Bundesliga erfolgreich zurückgewinnen konnte.
So gab es für die Bundesligapiloten doch noch ein glückliches Ende an der Tabellenspitze und sie freuen sich nächstes Jahr zusammen mit den Nachbarn des FSV Laichingen, welche die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beenden konnten, in der ersten Liga zu fliegen.
 
Michael Heiß
 
Oliver Stockinger auf Punktejagd
Martin Söll, Oliver Stockinger und
Philipp Söll (v.l.n.r.) nach erfolgreichem
Bundesligaflug
Die Rennmaschinen nach
erfolgreichem Bundesligaflug
 

Wednesday, 26. August 2020 Die Auf- und Absteiger stehen fest! translate news

Mit der 13. Runde am 22. und 23.8.2020 ist die Liga-Saison 2020 Geschichte. Trotz der coronabedingten Verkürzung der Saison wurde wieder jede sich bietende Gelegenheit genutzt und um jeden Punkt gekämpft.
Der neue und alte Deutsche Meister heißt LSV Rinteln! Das ist keine Überraschung, denn den Meistertitel konnte den Niedersachsen schon nach Runde 12 keiner mehr nehmen (Bernd Fischer von TopMeteo berichtete hier). Um Platz 2 wurde bis zum Schluss gekämpft. Die Fliegergruppe Wolf Hirth gab zum Schluss nochmal Vollgas und konnte sich mit einem zweiten Rundenplatz in Runde 13 noch den Vizetitel sichern. Der FSC Odenwald Walldürn beendet die Liga-Saison auf Platz 3.
In der 2. Segelflug-BUNDESLIGA zeigte die FLG Blaubeuren echtes Durchhaltevermögen. In Runde 7 eroberten die Schwaben erstmals die Tabellenspitze und gaben sie - obwohl es eng zuging - bis zum Schluss nicht mehr ab. Nur vier Punkte Vorsprung stehen am Schluss auf den Zweitplatzierten LSV Hofgeismar auf dem Konto. Der SFV Bad Wörishofen verteidigt auch in der letzten Runde Platz 3.
Wie immer steigen die ersten sieben Vereine der 2. Segelflug-BUNDESLIGA in die Segelflug-BUNDESLIGA auf (grün markiert). Die jeweils letzten sieben Clubs steigen in die nächst untere Liga ab (rot markiert).
 
Das OLC Finale in Poppenhausen kann in diesem Jahr coronabedingt leider nicht stattfinden.

Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2020:
# Punkte  
1 185  
2 155  
3 153  
4 139  
5 122  
6 121  
7 117  
8 117  
9 115  
10 110  
11 110  
12 104  
13 101  
14 99  
15 97  
16 96  
17 96  
18 95  
19 84  
20 79  
21 72  
22 72  
23 68  
24 67  
25 56  
26 53  
27 42  
28 39  
29 33  
30 28
                                                                                                                                      
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2020:  
# Punkte  
1 173  
2 169  
3 144  
4 137  
5 133  
6 124  
7 120  
8 111  
9 111  
10 109  
11 108  
12 101  
13 100  
14 99  
15 95  
16 90  
17 89  
18 87  
19 84  
20 81  
21 81  
22 77  
23 59  
24 58  
25 57  
26 50  
27 49  
28 35  
29 32  
30 18

 

Endstand Quali-Liga 2020, insgesamt 463 Vereine  
# Punkte  
1 443  
2 413  
3 413  
4 409  
5 390  
6 336  
7 332  
8 302  
9 284  
10 282  
11 248  
12 218  
13 208  
14 203  
15 200  
16 198  
17 197  
18 191  
19 180  
20 179  
21 174  
22 174  
23 171  
24 164  
... ...  

 


Tuesday, 25. August 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Finale 22./23.8. (Runde 13) translate news

Zum Ligaschluss hatte das Wetter nochmal einiges zu bieten: Es begann mit einem Kaltfrondurchgang und einer windigen Rückseite am Samstag und endete Sonntag mit einer schmalen Lücke hinter der zweiten und vor der mittlerweile dritten Front des Wochenendes. Neben dem richtigen Timing gehörte am Ende daher auch ein wenig Glück dazu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um die guten Lücken zu erwischen und unter den Wolkenstrassen nochmal Liga-Speed zu machen. Oder man hatte gleich mit einer Verlegung geplant, wie so mancher Flug nahelegt ...
Samstag:
Fast schon klassisch zeigt sich das Satellitenbild von 12UTC (14MESZ), auf das der Wind rückseitig der Kaltfront die Wolkenstrassen gezeichnet hat. Und der Wind war durchaus zügig unterwegs: Lag die Front morgens noch zwischen Pfalz und Vorpommern, hatte sie am späteren Nachmittag bereits den Südosten erreicht, der jedoch noch unter den dichten frontalen Wolken lag. Dazu störte hinter der Front noch ein ausgeprägter Cirrenschirm vor allem über dem Osten Deutschlands, der darunter - trotz einfliessender kühler Luft - keine nachhaltig nutzbare Thermik zuließ. Und noch ein Störfaktor ist auch dem Bild zu sehen: Vom Kanal bis in die Deutsche Bucht lag zu dem Zeitpunkt bereits eine neue Troglinie/Front, die mit stärkeren Überentwicklungen und eingelagerten Schauern im Laufe des Thermiktages noch bis auf die Linie Eifel - Kieler Bucht vorankommen sollte. Aber - und das zeigen die Flugspuren - für einen schnellen Ligatag zum Saisonabschluss sollte es vor allem für den Westen noch reichen.
Sonntag:
Auch das Satellitenbild vom Sonntag zeigt weiter die typischen Kaltluftstrukturen. Eingelagert in die - vor allem im Norden - noch kräftige Strömung floss kühle, aber auch labile Luft nach. Zwischen den nach Südosten abziehenden Front(en) und der bereits nächsten, die von Nordwesten einlief, tat sich nur noch eine schmale Lücke auf. Die sollte sich aber am Nachmittag vor allem im Südwesten noch aufweiten können, denn unter ganz leichtem Hochdruckeinfluss ließ die Überentwicklungs- und Schauertätigkeit nach und brachte nochmal schnelle Bedingungen. Wenig Änderung gabe es in der Struktur der Flugspuren im Vergleich zum Samstag - die Linien orientierten sich weiter klar am Wind.
Wer hat was draus gemacht?
Die Motivation bei einigen Teams war sicherlich hoch. Auch wenn das eigentliche Rennen um die Meisterschaft in der Bundesliga schon letzte Runde entschieden war, war die Ausgangssituation vor allem auf den Auf- und Abstiegsplätzen weiter offen. Unterhalb von Rang 20 war der Klassenerhalt in beiden Ligen nicht sicher. Und in der 2. Liga konnte sich fast die komplette obere Hälfte noch - zumindest theoretische - Hoffnungen auf einen der noch austehenden Aufstiegsplätze machen.
Und das Samstags-Wetter würfelte dann die zwischenzeitliche Tabelle gleich ordentlich durcheinander. Im Fernduell Stadtlohn - Königsdorf fanden sich die Bayern plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder. Was unter Reihungen zwischen Westerwald und Eder möglich war, zeigte Fabain Krause, der von Eudenbach aus für Stadtlohn unterwegs war und mit 132 Speed-Punkten den zweitschnellsten Flug des Tages absolvierte und so die Münsterländer auf den zwischenzeitlichen Rundenplatz 4 führte. Max Mensing und Max Wenning waren zeitgleich von der Porta aus unterwegs, nutzten für ihre Flüge aber nicht ausschließlich die dortigen Hänge, sondern holten ihre Speed (auch) unter den Wolkenstrassen. Durch die Verlegung des Startplatzes nach Osten konnten sie ausserdem den nachmittäglichen Störungen am heimischen Platz entgehen.
Auf Rundenplatz 3 flog das Team aus Nastätten. Schnellster war hier Jens-Christian Henke, der zuerst gegen den Wind bis ins Saarland voflog, um dann seine Speed in einem Jojo südlich des Hunsrück zu beginnen, um nach einem längeren Rückenwindschenkel die Wertungszeit zwischen Lahn und Taunus ablaufen zu lassen (139km/h, 122 Speed-Punkte). Dass es auf einer ähnlichen Spur aber nochmals schneller ging, zeigte Sören Nölke: In Aspach/Taunus gestartet flog auch er erst gegen den Wind Richtung französische Grenze vor. Auch für ihn ging es anschliessend mit Rückenwind südlich des Hunsrück entlang bis an den Vogelsberg, um dann nochmal gegen den Wind einen Jojo bis an die Lahn anzuhängen. Auf den beiden letzten Schenkeln zeigt sich dann sehr schön der Einfluss des Windes: Jeweils rund 93km lang und mit je nur einem kurzen Kurbelanteil waren die beiden Teilstrecken fast identisch. Gegen den Wind erreichte
Sören jedoch "nur" einen Schnitt von 120km/h, mit Rückenwind dagegen von über 165km/h! Letzlich schafft er es in der Wertungszeit auf knappe 148km/h (140 Speed-Punkte). Gemeinsam mit Maximilian Schäfer und Sebastian Nägel, die jeweils von Ludwigshafen aus unterwegs waren, schaffte die FG Wolf Hirth damit Rundenplatz 2. 
Der Rundensieg geht am Ende nach Ober-Mörlen. Der AC Bad Nauheim nutzte hier den Heimvorteil mit dem direkten Zugriff auf die Samstags-Kaltfrontrückseite. Mit 3 schnellen Flügen von Benedikt Lang, Karsten Leucker & Clara Holte sowie Jürgen Breitenfolder & Karsten Kirbs belegen die Hessen im der Tageswertung des Speed-OLC gleich 3 der Top-10 Plätze und entscheiden somit auch die Liga-Runde mit 383 Speed-Punkten deutlich für sich. Mit den Zwischenstand am Samstag-Abend hätte Stadtlohn den Klassenerhalt in letzter Sekunde geschafft - aber es sollte ja noch der Sonntag folgen und damit die letzte Chance für Königsdorf, nochmal zurückzukommen.
Letztlich war es keine Sekunde, sondern fast 2 Stunden Wertungszeit, die sowohl Johannes Bayer als auch Mathias Schunk von Königsdorf aus in Punkte ummünzen konnten. Martin Weber erwischte vom Rheinland-Pfälzischen Bad Sobernheim aus zwar den schwächeren der beiden Wochenendtage zwischen Saar und Pfalz -, sein Flug trug aber ebenfalls dazu bei, dass die Königsdorfer mit 8 Punkten für Rundenplatz 13 den Klassenerhalt sichern konnten.
Dass man am Sonntag aber auch im Süden schnell unterwegs sein konnte, zeigte einmal mehr Simon Schröder, der zwischen Allgäu und Oberbayern die aufkommende Stabilisierung optimal ausnutzen konnte und mit 151,98km/h (133 Speed-Punkte) zwar nicht den Punkthöchsten, aber doch den höchsten absoluten Schnitt schaffte.
Auch in der zweiten Liga sollte erst der Sonntag die Entscheidung bringen - zumindest was die Aufstiegsränge angeht. Gerade mal 3 Punkte trennten vor der letzten Runde die Plätze 6 bis 9 und so lief es auf einen Vierkampf zwischen Grabenstetten, Fallersleben, Schwäbisch Hall und Eichstätt hinaus. Und auch Eisenhüttenstadt konnte sich auf Gesamtrang 5 noch nicht sicher sein, ins Oberhaus einzuziehen. Für die Brandenburger legte Sabrina Vogt am Samstag von Rinteln aus vor und Andreas Kühl und Sebastian Bode am Sonntag von Eisenhüttenstadt aus nach. Rundenplatz 6 sicherte damit Gesamtrang 5 und damit den Aufstieg.
Knapper ging es dahinter zu. Bernd Meindermann, Helge & Franz Liebertz sowie Benno Beesten hatten Samstag von Ummern aus unter den Reihungen über über der Heide vorgelegt und Fallersleben konnte sich den zwischenzeitlichen Rang 2 sichern. Schneller zu dem Zeitpunkt war nur der LSC Bad Homburg, für die Steffen Göttler den schnellsten Flug der Liga ins Ziel brachte (141,3km/h, 127,9 Punkte). Die Hessen machen (von Rang 13 kommend!) einen weiten Sprung nach vorne, erreichen aber keinen Aufsteigsplatz, weil auch die direkte Konkurrenz punkten kann. Am Samstag-Abend stehen Fallersleben und Schwäbisch Hall auf Rang 6 und 7, die bis dato punktlosen Grabenstetter fallen aus den Aufstiegsrängen heraus. Auch am Sonntag können sie das nicht mehr aufholen, so dass letztlich die zwischenzeitliche Rangliste vom Samstag auch am Sonntag-Abend noch Bestand hat -, denn dass Blaubeuren am Sonntag noch
auf Rundenplatz 2 vorfliegt, hat für die Abschlusstabelle keine Relevanz mehr.
Damit endet die verkürzte, aber durchweg intereressante und spannende Saison 2020. Auch wenn es in diesem Herbst/Winter nur wenige
Gelegenheiten geben wird, sich auch mal persönlich zu treffen, würde ich mich freuen, wenn wir uns spätestens im April 2021 wieder lesen!
 
Euer Bernd vom Team TopMeteo
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland

 

 


Friday, 21. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 21.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG überquert die Kaltfront eines Tiefs über der Norwegischen See, welche zu Tagesbeginn etwa auf einer Linie Brandenburg-Südpfalz liegt, Deutschland südostwärts. Rückseitig fließt mit lebhafter Westströmung kühlere und leicht, im Nordseeumfeld auch hochreichend labil geschichtete Meeresluft ein.
Am SONNTAG hält sich weiterhin überwiegend leicht, in den Küstenbereichen sowie im Nordwesten auch hochreichend, labil geschichtete Meeresluft. An den Alpen halten sich dagegen Reste feuchtwarmer und labil geschichteter Luft.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im äußersten Südosten kaum nutzbare Thermik entwickeln, sonst ist mäßige bis gute Wolkenthermik zu erwarten. Die Basen steigen auf 1200-1500 m, im Südwesten teils auf 1700 m. Im Nordwesten ist die Thermik häufig zerrissen, zeitweise stören auch Überentwicklungen.
Am SONNTAG bildet sich im Norden mäßige, im Süden gute Wolkenthermik aus, die allerdings teilweise zerrissen sein wird und besonders im Norden und Westen zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird. Die CU-Basen steigen im Norden auf 1000-1300 m und im Süden auf 1500-2000 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG nach Abzug der frontalen Bewölkung meist nur mäßige Wolkenthermik, die vor allem im Westen oftmals zerrissen ist.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, oftmals zerrissen und durch einzelne Überentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG auf Grund von frontaler Abschirmung und Überentwicklungen keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG in frischer Kaltluft mäßige bis gute Wolkenthermik. Thermikbeginn 07.30-09.30 UTC. Thermikende 15.00-15.30 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Tuesday, 18. August 2020 Segelflug-Bundesliga: Endspurt mit der 13. Runde am kommenden Wochenende (22./23.8.) translate news

Fest steht: Trotz der Corona bedingten Verkürzung auf 13 Runden war es in 2020 eine vollwertige und grandiose Liga-Saison! Und es ist ein Jubiläumsjahr ... es ist die 20. Ligasaison und mittlerweile hat das Prinzip 'Segelflug-Bundesliga' unter den sportorientierten Segelflugvereinen einen Stellenwert errungen, von dem man vor zwanzig Jahren nicht nichteinmal gewagt hatte zu träumen.
Und gerade wenn die Tage kürzer werden, ist man beim Liga-Prinzip mit vier Flugstunden voll mit dabei ... bis Ende August.
Ein großer Dank geht vor allem auch an Bernd Fischer von TopMeteo für sein hochqualifiziertes wöchentliches Reporting - in der Segelflug-Welt ist auch das das einmalig!
Leider wird es aber heuer das Liga-Finale in Poppenhausen Anfang Oktober es aus den bekannten Gründen nicht geben.
Stattdessen erhalten alle Sieger neu designte Urkunden, auf denen alle Deutschen Meister der jeweiligen Jahre vermerkt sind, zum Verbleib (für's Club-Heim)!
Selbstverständlich gibt es aber im OLC-Magazin einen ausführlichen Report zur diesjährigen Liga-Saison.

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