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Tuesday, 23. July 2019 AC Braunschweig: Die Ausbeute der letzten beiden Runden beträgt 10 Punkte translate news

In den letzten beiden Bundesligarunden konnte der Aero-Club insgesamt 10 Punkte einfliegen und somit im Rahmen der dreizehnten Runde die Grenze von 100 Gesamtpunkten überspringen. Hier holte Kornelius Volosciuk für uns die Kastanien aus dem Feuer, weil er mit einem einzigen Flug vier ganz wichtige Punkte beisteuern konnte. An diesem Wochenende fand in Waggum aufgrund fehlender Thermik kein Flugbetrieb statt. Im Rahmen der Deutschen Segelflugmeisterschaften der Offenen Klasse in Stendal flog er am 13. Juli in der 30 Piloten und Pilotinnen umfassenden Konkurrenz auf den zehnten Tagesplatz und war mit 105,38 Speedpunkten richtig gut dabei. Der östlichste Wendepunkt seiner Flugaufgabe lag im polnischen Luftraum. Die aktuelle Runde vierzehn erbrachte Rang 15 und somit 6 Punkte. Dabei erfolgten die Starts unserer Piloten jeweils auf drei unterschiedlichen Segelflugplätzen. Diese Aufwindjäger waren mit 335,87 Speedpunkten auf Strecke:
Jens Rabe, Ventus, bT/15m, 117,09 Speedpunkte,
Christian Ückert, LS 6 WL, 116,24 Speedpunkte,
Hayung Becker/Markus Schmied, Arcus T, 102,53 Speedpunkte,
Rabe startete in Waggum und wendete zunächst in Brandenburg/Havel und flog anschießend wieder nach Westen bis nach Erxleben. Von dort ging es dann erneut zurück auf Ostkurs mit dem Umkehrpunkt Luckenwalde. Ückert weilte mit der Haltergemeinschaft seiner Minimoa in Wilsche, die dort bei unseren Nachbarn den wunderschönen Oldtimer Minimoa in die Luft brachte. Er legte seine Wendepunkte mit seiner LS 6 WL südlich von Hodenhagen und in den Bereich Havelberg. Becker und Schmied nutzen den Abschlusstag des Fluglagers der Segelfluggruppe des Aero-Club Braunschweig in Brandenburg-Mühlenfeld zu einem Bundesligaflug mit dem Arcus T. Sie glitten zunächst bis Haldensleben und schlugen dann Ostkurs mit dem Umkehrpunkt Lübbenau/Spreewald ein.
Der AC Lichtenfels aus Bayern konnte mit 398,82 Speedpunkten diese Runde für sich entscheiden. Zur Zeit führt der LSV Rinteln mit nunmehr 188 Punkten und der Aero-Club liegt mit 107 Punkten im Mittelfeld.
 
Rolf Wagner
 
Während des Aufrüstens kumulierte
es bereits in Waggum.
Die LS 6 WL und die Minimoa
in Wilsche.
Das Arcus-Team kreist über der
Cargolifter Halle bei Brand.
 
 

Tuesday, 23. July 2019 U25: Königsdorf fliegt in Runde 14 allen Teams davon translate news

Nach einer unbrauchbaren Runde 13 folgt endlich wieder fliegbares Wetter und die Chance auf Punkte in fast allen Ecken Deutschlands. Strahlen können die Königsdorfer. Sie haben nicht nur in der wenig motivierenden Wetterlage der vergangenen Woche ein paar Flüge zusammengekratzt und sich wieder an die Spitze katapultiert, sondern können diese mit einer fulminanten Runde 14 und mehr als 340 Speedpunkten leicht ausbauen. Oerlinghausen brachte die Runde 13 nicht einmal ein kleines Wetterfenster. Sie konnten nur tatenlos zusehen wie sie ihre gerade erworbene Führung wieder abgeben müssen. Natürlich steht das Team in der Runde 14 wie auch Hammelburg, Nastätten, Erbslöh Langenfeld mit voller Besetzung -also zielstrebig wie immer- am Start, um den Anschluss zu halten. Das gelingt ihnen auch mit Bravur.
An die Geschwindigkeit der Königsdorfer reicht diesmal aber niemand auch nur annähernd heran.
Bessere Bedingungen? Mitnichten. Einzelne Flüge wie beispielsweise der von Jannes Stahf (Startplatz Marpingen) mit traumhaften kurbelfreien 138,47 Speedpunkten zeigen, da wäre was gegangen.
Die Prognose war verhalten; mäßige Blauthermik mit jähem Ende durch Schauer und Gewitter waren die Aussichten für Königsdorf. Von Westen zieht eine bereits sichtbare hohe Bewölkung herein. Also, so früh wie möglich in den Startlöchern stehen und rechtzeitig zurück sein, um keine Punkt zu verschenken. Der frühe Start wird mit Blubber-Thermik und einem extrem schwierigen Sprung ins hohe Gelände „belohnt“. Hinzu kommt auch noch, dass das Variometer von Johannes Beyer ausfällt. Mit Hilfe seines Teamkollegen Vincent Heckert kann er jedoch dranbleiben. Teamwork, gegenseitige Motivation sind ganz klar wichtige Erfolgsfaktoren, um in der Liga ganz vorn dabei zu sein. Johannes betont, wie wichtig eine gut funktionierende Mannschaft ist.
Gegen Mittag ist dann die Thermik ausgeprägt. Vincent und Johannes wenden im Doppel vor dem Inn und nehmen den Gegenwindschenkel nach Westen. Jakob Edmaier hingegen quert das Inntal nach Osten, um mit einem langen Rückenwindschenkel Ligapunkte zu holen. Sowohl im Osten als auch im Westen gehen die Fahrstühle nach oben. Das Duo verlängert zum Hochkönig. Jakob, der bis dahin schneller unterwegs war, verbastelt sich und kann seinen Schnitt nicht bis zum Ende halten. Wie auch immer, der Rückweg muss jetzt angetreten werden, denn die Schauer warten schon. Es gelingt ihnen, diese zu umschiffen und sicher mit ordentlichen Punkten im Gepäck auf dem Heimatplatz anzukommen. Eine Stunde später wäre das nicht mehr gelungen.
Eine spannende Runde liegt hinter uns und noch einige vor uns. Das Spitzenfeld ist eng gedrängt, da kann sich das Blatt noch mehrfach wenden.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 340,74 Speed/50 Punkte, 2. AC Nastätten (RP) 299,03 Speed/49 Punkte, 3. FSG Hammelburg (BY) 283,12 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 14: 1. SFZ Königsdorf (BY) 511 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 496 Punkte, 3. FSG Hammelburg (BY) 491 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Jakob Edmaier, Johannes Beyer
 
Vollgas an den Hängen
Richtung Osten (Jakob Edmaier)
 
Beste Bedingungen mit Blick
auf den Königsee (Johannes Beyer)
Endanflug an den Schauern
vorbei (Johannes Beyer)
 

 


Monday, 22. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 14 war geprägt durch 2 ganz unterschiedliche Wetterlagen und Luftmassen. Am Samstag noch warme, später im Westen labile Luft und gute Bedingungen im Süden und am Sonntag dann die Kaltfront mit ihrer Rückseite und Reihungen im Wind in weiten Teilen -, da fragt man sich, welches Wetter nun das schnellere war? Die Antwort darauf folgt weiter unten. Zumindest war es ein Wochenende, an denen wieder (fast) alle Teams die Gelegenheit bekamen, Punkte zu erfliegen.
Samstag:
Eindrucksvoll zeigt die Kombination aus dem visuellem Satellitenbild und den Blitzen der vorhergehenden Stunde von 15UTC (17MESZ) die Wetterlage über Mitteleuropa - alles im Einfluss einer Kaltfront: Deren Rückseite liegt zu diesem Zeitpunkt noch von der Bretagne bis an die holländische Nordseeküste. Im Vorfeld liegt eine warme Luftmasse. Hebung im Vorfeld lässt dichte Cirrenfelder über den Osten ziehen, während über dem Süden eine Mischung aus gut entwickelten Cumuli und ersten Überentwicklungen liegt, die sich lokal in Schauern und Gewittern entladen. Linienhaft und stark zeigen sich dagegen die Überentwicklungen im Westen. Kräftige Labilisierung und Feuchte, gepaart mit Hebung ließ hier Gewitterlinien und -systeme entstehen, die mit der Höhenströmung von der Grenze zu Holland/Belgien im Nachmittagsverlauf immer weiter westwärts zogen.
Entsprechend zeigen die Flugspuren ihre Schwerpunkte vor der Front im Nordosten, im Süden und vor allem in den Alpen.
Sonntag:
In der Nacht war die Kaltfront deutlich nach Westen vorangekommen und die nachfliessende kühlere Luftmasse wurde durch ein Zwischenhoch von Westen stabilisiert. Luftmasse und Stabilisierung schafften es im Tagesverlauf aber nicht, die labile Warmluft komplett zu verdrängen. Südöstlich einer Linie Schwarzwald - Erzgebirge entwickelte es bereits wieder früh und kräftig, im Tagesverlauf wurden die Überentwicklungen aber zunehmend in den Bereich südöstlich der Donau verdrängt, wie das Satellitenbild von 15UTC zeigt. Rückseitig reihten sich in der kühleren Luftmasse die Cumuli im Wind und auch unter dem von Frankreich in den Westen hereingezogene Cirrenschirm blieben die Quellungen bis in den Nachmittag hinein erhalten.
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag lagen noch die Teams aus den Alpen vorne. Mit der Kaltfront (bzw. mit der labilen Warmluft davor) sollten sich dort die Bedingungen aber verschlechtern, ganz anders über der Mitte und dem Norden, wo am Sonntag rückseitig die Kaltluft kam. Die Frage lautete daher auch: "Würde der erflogene Vorsprung für die Teams im tiefen Süden reichen, oder sollte die Aufholjagd aus dem Nordne und der Mitte erfolgreich sein ?"
Diese Frage scheint sich in den Minuten, in denen ich an den ersten Zeilen dieses Rückblickes schreibe (damit einem am Sonntag-Nachmittag bei gutem Wetter auf der Winde nicht ganz so langweilig ist, weil alles in der Luft ist) zu klären: Am Samstag war der schnellste Schnitt noch knapp unter 125km/h, erflogen von Thomas Wolf aus Königsdorf, jetzt läuft der erste Flug aus dem Norden in die Wertung: Frerk Frommholz & Madleen Fernau fliegen 125km/h unter den Reihungen von Rinteln aus - so geht "Liga live"
[Zeitsprung...] Inzwischen ist es Montag-Nachmittag, die Wertung steht und es ist klar, dass der Sonntag den Samstag in den Schnitten deutlich übertroffen hat. Der Flug  von Frerk und Madleen sollte - auch wenn es nicht der schnellste der Runde war - trotzdem noch wichtig werden, aber dazu gleich mehr.
Ein Blick in die Flugspuren zeigt neben den Schwerpunkten auch die Taktik der Flüge: Deutlich erkennbar sind die Spuren, die an den Wolkenstrassen (und damit am Wind) ausgerichtet sind. Bleibt also nur die Frage, wo nun die schnellste Linie lag.
Die in Summe als Team schnellsten Flüge hat sicherlich der AC Lichtenfels vom heimischen Platz aus erflogen. Mit nahezu gleicher Liga-Speed - und auch einen gutes Stück der Liga-Flüge gemeinsam - waren Jan Kretzschmar (137,69km/h) und Gerd-Peter Lauer (136,09km/h) unterwegs. In einem Jojo mit 3 Schenkeln ging es gegen den Wind immerhin noch mit rund 115km/h (Realspeed) vorwärts, der Rückenwind schob auf den beiden anderen Schenkeln zwischen Rhön und Oberfranken auf einen Schnitt von fast 170km/h. Zwar etwas langsamer, aber mit ein wenig weniger Kurbelanteil war auf einer ähnlichen Strecke Markus Reuß unterwegs. Seine 125km/h bringen den Franken am Ende eine Gesamt-Ligaspeed von 398km/h und damit den Sieg in dieser 14. Runde. Wie verteilt das gute Wetter war (auch wenn sich die Taktiken natürlich gleichen), zeigen die weiteren Platzierungen: Auf Rang zwei folgt mit dem FK Brandenburg (385km/h) ein Verein aus dem Nordosten. Waldemar Labusga und Matthias Kaese fliegen im Team 134km/h bzw. 129km/h, Rolf Engelhard bringt 121km/h mit in die Wertung. Der dritte Rang geht ins Rheintal - und damit wieder quer durch die Republik - an die SFG Giulini/Ludwigshafen. Dieter Bartek und Uwe Melzer fliegen das schnellste Clubklasse-Team dieser Runde mit jeweils 127km/h, ergänzt um den Flug von Alexander Meinicke (122km/h) unter den Reihungen im Westen. Wichtig für den optimalen Schnitt war aber nicht nur der Zugriff auf die Wolkenstrassen, sondern auch der Startzeitpunkt. Während im Westen der frühe Vogel der schnellere war (weil er den nachmittäglichen Cirren aus dem Weg ging), musst man in Franken erst einmal die Kaltluft ankommen lassen.
Nicht nur einen optimalen Start, sondern vor allem eine optimale Streckenwahl hat offenbar Jannes Stahf erwischt. Am Trainingstag zur DM in Marpingen musste er nur nach dem Start einmal hochkurbeln, der Rest der Strecke ging es dann nur noch geradeaus - 154km/h (indexkorrigierte 138,47km/h) bedeuten am Ende eine Liga-Strecke in den 2,5h von etwas mehr als 400km! Vom Westen aus gehen die Punkte für den schnellsten Schnitt dieser Runde nach Lüsse.
Nun aber - wie angekündigt - zu den Flügen im hohen Norden und deren Bedeutung für die GEsamtwertung: Hier landen Gifhorn und Rinteln auf Rang 4 und 5. Für Rinteln - für die auch noch Reinhard Schramme und Stephan Beck auf Punktejagd waren - bedeuten diese 16 Punkte, dass sie in der Gesamtwertung an den dieses Mal etwas glücklosen Bayreuthern (Rundenplatz 18) vorbei ziehen können. Der Vorsprung der Niedersachsen (188) auf die Franken (187) beträgt aber gerade mal ein einziges Pünktchen. Burgdorf (179) kann den 3. Platz festigen und baut den Vorsprung auf Aalen (167) etwas aus.
Eine ähnliche Geschichte zum Unterschied von Samstag und Sonntag lässt sich für die 2. Liga erzählen. Hier lag das AFZ Unterwössen nach tollen Flügen am ersten Tag des Wochenendes noch vorne, musste dann aber zusehen, wie Team um Team vorbei zog. Das Rennen machte am Ende der LSC Bad Homburg (328km/h Liagspeed), knapp vor Schwinfurt (324km/h) und dem AC Bad Nauheim (319km/h). In der Liste der schnellsten Flüge schlägt sich auch hier das Training in Marpingen durch: Von dort aus fliegt Niels Deimel (131km/h) für Bad Homburg den schnellsten Flug in Liga 2 - und ist damit kaum langsamer als das Gros der Teilnehmer aus Liga 1.
Auch hier ist in die Gesamtwertung ein wenig Bewegung gekommen: Schweinfurt kann durch einen erneuten 2. Rundenplatz (wie schon in der Vorwoche) einen Gesamtplatz gut machen und ist nun punktgleich mit Oerlinghausen, kann die Ostwestfalen aber durch die bessere Gesamtspeed überholen. Sie liegen nun auf Gesamtrang 3 (168 Punkte), während Ansbach (192) die Tabelle weiter vor Bad Nauheim (187) anführt.
Nun stehen uns unter der Woche erstmal heisse Tage bevor (war da nicht die Bauernregel mit den Hundstagen, die am 23. Juli beginnen?) an denen sich die Temperatur mit dem Fieberthermometer messen lässt. Zum nächsten Wochenende sehen die Prognosen dann aber wieder eine Kaltfront von Westen hereinziehen - mit allem, was im Vorfeld einer Front so auftreten kann. Die Rückseite, ja die Rückseite, die kommt dann ... auch irgendwann
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Thursday, 18. July 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 18.07.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAGmorgen hat die Warmfront eines Tiefs westlich von Schottland den äußersten Norden Deutschlands erreicht und zieht rasch nordostwärts ab. Nachfolgende Kaltfront erreicht gegen Mittag die Grenze zu den Niederlanden und zieht langsam weiter ostwärts. Vorderseitig fließt sehr feuchte und hochreichend labile Luft in den Nordwesten Deutschlands. Damit einhergehend kommt es zu konvektiven Umlagerungen. Im den restlichen Landesteilen ist die Luftmasse ebenfalls hochreichend labil aber insgesamt trockener. Hierbei sollten sich konvektive Umlagerungen auf das Bergland sowie den Alpenraum beschränken.
Am SONNTAGmorgen verläuft die o.g. Kaltfront etwa diagonal von der Ostsee bis zum Saarland und trennt warme und hochreichend labil geschichtete Luft im Osten und Süden von kühler und stabil geschichteter Luft im Nordwesten. Im weiteren Verlauf wird die warme und labil geschichtete Luft bei zunehmendem Hochdruckeinfluss bis nach Süddeutschland verdrängt.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SONNTAG ist die Thermik im Norden bei einer maximalen CU-Basis um 600 m mäßig und nach Süden zu bei einer maximalen CU-Basis bis 1800 m gut. Im Norden ist sie dabei häufig und nach Süden zu noch vereinzelt zerrissen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG im Norden geringe, sonst verbreitet mäßige bis gute CU-Thermik. Ab dem Nachmittag im Nordwesten, vor allem im Mittelgebirgsraum durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute, aber oft zerrissene Wolkenthermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe bis mäßige Thermik, nur örtlich durch FEW CU gekennzeichnet. Arbeitshöhen am Nachmittag bei FL080.
Beeinträchtigungen durch teils dichten CI.
Am SONNTAG im Osten durch abschirmende Wolkenfelder und Überentwicklungen meist keine nutzbare oder nur geringe Thermik bis
5000 FT AMSL. Im Westen am Nachmittag auflockernde Bewölkung und geringe bis mäßige Wolkenthermik bis FL080.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Monday, 15. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Was die Segelflugbedingungen angeht, schwächelt der Juli weiterhin. Nach einer schon eher mageren Vorwoche fanden nun in Runde 13 an beiden Tagen nur jeweils rund 140 Flüge den Weg in die Wertungslisten des OLC - und danei ist schon alles mitgerechnet. Entsprechend ausgedünnt präsentieren sich sowohl die Wertungslisten über beide Ligen hinweg als auch die Karten der Flugspuren.
Samstag:
Und diese Flugspuren zeigen einen eindeutigen Schwerpunkt im Nordosten der Republik, fast könnte man meinen, dort fände gerade eine größere Segelflugveranstaltung statt Wettertechnisch mit gewissen Vorteilen, war die Lage dort dennoch nicht einfach. Bestimmt war der Tag dort zwar durch eine vergleichsweise trockene Luftmasse, die aber durch einen Trog über Fennoskandien, der im Tagesverlauf erst gute Thermik brachte, dann aber in der zunehmenden Labilität überkochte. Die folgenden Gewitter sind sehr eindrucksvoll entlang der Elbe im Satellitenbild von 15UTC (17MESZ) zu sehen, dem die Blitze der vorausgegangenen Stunde überlagert sind. Es gab aber noch eine Wetterlücke: Im Südwesten hatte man Anschluss an das gut entwickelte Jura. Dazwischen liegt ein breiter Streifen feuchter, im Norden kühler und im Süden wärmerer Luft. Dass über den britischen Inseln hatte es bis dato nicht geschafft, die Luftmasse ausreichend zu stabilisieren und abzutrocknen. Die wärmere Luft im Norden macht sich übrigens durch eine starke Inversion bemerkbar, unter der die Feuchte von der Nordsee einfloss, um dann an dieser breit zu laufen ...
Sonntag:
Auch am Sonntag bot sich ein ganz ähnliches Bild. Vor allem der Norden lag weiter unter einer dichten Stratusdecke, getriggert durch die Feuchte, die auf der Ostseite des Tiefs unter der Inversion immer weiter von Norden hereinströmte und sich dann vor allem an den Nordrändern der Mittelgebirge staute. Während die Feuchte verbreitet auch in die zentralen Mittelgebirge einsickerte, zeigt das Satellitenbild (erneut von 15UTC) ganz deutlich den Föhneffekt im Lee des Erzgebirges. Im Süden lag noch die warme Luftmasse des Vortages, die neben fliegbaren Bereichen Richtung Allgäu und Franken dann auch die Labilität in Form von Überentwicklungen mit Gewittern/Blitzen zeigt.
Wer hat was draus gemacht?
Alles in allem gab es in dieser Runde 13 also weder weiträumigen und selbst in den fliegbaren Lücken dann keine einfachen Bedingungen. Blickt man auf die Flugspuren beider Tage, spiegelt sich das auch ganz deutlich wieder. Dass eine Vielzahl der Bundesliga-Piloten und -Pilotinnen gerade auf den Deutschen Meisterschaften in Stendal am Start sind, erklärt natürlich die Häufung der Flüge am Samstag, bei denen die Flugspuren die ausgeschreibenen Strecken der Klassen sehr gut wiedergeben. Entsprechend spiegeln sich die Wertungslisten der Liga und der DM in vielfacher Weise. Den schnellsten Liga-Flug aus der Menge der Teilnehmer schaffte der Tagessieger der Offenen Klasse, Markus Frank. Ebenfalls in der 105km/h-Klasse finden sich Felipe Levon (Tages-Dritter) und Kornelius Volosciuk (Tages-Zehnter) wieder. Im Gegensatz zu den letzgenannten profitieren die Aalener von den weiteren Teamflügen: Während Bernd & Alexender Schmid ebenfalls von Stendal aus - in der Doppelsitzerklasse - unterwegs waren, kann Steffen Schwarzwer am Sonntag vom heimischen Platz aus mit einem Flug über der Alb und an die Tauber weitere 99km/h beisteuern, die Aalen in der Rundenwertung auf den 2. Rang bringen. Fast identisch, nur um knappe 2km/h langsamer, absolvieren die Bamberger als 3. diese Runde: Schnellster im Team war Horst Singer, den drittschnellsten Flug bringen Hans-Jürgen-Schmacht & Martin Heide - beide jeweils von Stendal aus - ein. Gerhard Herbst erfliegt seine Punkte über Franken mit einem Liag-Schnitt von 101km/h. Die Runde für sich kann dann aber ein Verein aus dem Norden entscheiden, wobei alle 3 eingereichten Wertungsflüge ihren Anfang und ihr Ende in Standal nahmen. Während Stefan Beck und Reinhard & Daniel Schramme durch die ausgeschriebene Strecke in ihrer Kurswahl nachvollziehbar etwas eingeschränkt waren, galt das nicht für Frek Frommholz & Madleen Fernau. Vor dem Feld gestartet, führte sie ihr Kurs in den früh schon gut entwickelten Norden Richtung Müritz und am Ende auf eine Rundenschnitt von 105km/h.
Mit knapp 308km/h entscheiden die Niedersachsen damit diese Runde für sich, gefolgt von Aalen (301km/h) und Bamberg (299km/h). Erst danach folgen die Vereine, die ihre Flüge komplett vom heimischen Platz aus durchgeführt haben, unter ihnen auch der AC Lichtenfels, deren schnellsten Wertungsflug in Runde 12 (Jan Kretzschmar, 140km/h) in der Konvergenz des Thüringerwaldes ich letzte Woche unbeabsichtigt unterschlagen habe.
Karten mit nur wenigen Flugspuren offenbaren machmal sogar einzelne interessante Flüge, so auch an diesem Samstag: Die Spur aus Polen heraus bis nach Sachsen war beispielsweise Abi Kiessling, der mittlerweile seinen 18. Flugtag seines Wandersegelfluges absolviert hat. Etwas aus dem Deutschland-Auschnitt verschwindet zwar der weiteste Flug des Wochenendes über 707km, die Rennstrecke des Jura ist im Alpen-Ausschnitt aber gut auszumachen. Dorthin führte der Weg von Michael Schlaich von Winzeln aus - und wieder zurück.
Auch in Liga 2 schlägt sich der Einfluss der DM in Stendal nieder: Hier liegt der Aero-Club Ansbach ganz vorne und entscheidet diese Runde für sich. Der schnellste Flug der Runde von Peter Pollack & Ralph Bürklin (103km/h) von Stendal aus geflogen wurde. Den Beilngriesern ging es aber als Runden-Sechster ähnlich wie den davor platzierten Teams aus Bad Nauheim und Poppenhasen, die zwar ihre Punkte auch von Stendal aus mit schnellen Schnitte erflogen, aber jeweils nur 2 Flüge in die Wertung brachten. So schieben sich am Ende doch 2 Teams auf Rang 3 und 2, die ihre Flüge alle von den heimischen Plätzen aus absolvierten, zwar langsamer, in der Summe über 3 Flüge aber doch vorne. Und die jeweils im Süden und am Sonntag: Möckmühl-Öhringen (200km/h) und Schweinfurt (223km/h). Rundensieger Ansbach (255km/h) profitiert wiederum von der Mischung von Flügen aus Stendal - Thomas Kuhn (84km/h) und Jürgen Schuster (82km/h) - und der Unterstützung aus der Heimat, von wo aus Wolfgang Müller 87km/h beisteuern kann.
In der Gesamtwertung von Liga 1 bleibt es an der Spitze knapp und spannend: Durch den Rundensieg schiebt sich Rinteln nun auf Gesamtrang 2 (172 Punkte) vor und verdrängt Burgdorf (169 Punkte) auf den dritten Platz. Aalen (166 Punkte) bleibt als 4. in direkter Schlagdistanz. Tabellenführer bleibt das Team aus Bayreuth mit 184 Punkten, der Vorsprung schmilzt über die letzten Runden aber kontinuierlich zusammen - und das trotz der vergleichsweise kühlen Temperaturen.
In Liga 2 kann Ansbach (181 Punkte) durch den Rundensieg dagegen seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf nun 12 Punkte ausbauen. Engster Verfolger bleibt der AC Nauheim (169 Punkte), während Oerlinghausen - in dieser Runde punktlos - die Lücke gezwungenermassen größer werden lassen muss. Pirna und Schweinfurt liegen knapp dahinter und können den Blick ebenfalls noch nach oben richten.
In der ersten Wochenhälfte geht das Wetter mit feuchter Luft im Norden und etwas trockenerer und fliegbarer Luft im Süden erst einmal weiter, bevor sich langsam eine Umstellung andeutet, die zumindest ersten Prognosen nach zur nächsten Runde wieder weiträumigere Bedingungen verspricht.
 
Bernd Fischer
 
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Friday, 12. July 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 12.07.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG gelangt Deutschland zwischen einem kräftigen Hoch bei den
britischen Inseln und einem sehr umfangreichen Tiefdrucksystem über Osteuropa in eine nördliche Strömung, mit der weiter labile Meereskaltluft herangeführt wird. Dabei bleibt über Deutschland der Tiefdruckeinfluss wetterbestimmend. Ein Randtief über Polen zieht nach Südosteuropa. Dessen frontalen Wettererscheinungen beeinflussen vor allem den Osten und Süden, die Alpen liegen ganztägig im Anstau von Norden her. Im übrigen Deutschland kommt es tagsüber zu konvektiven Umlagerungen, die in der Nacht wieder abklingen.
Am SONNTAG verbleibt die Südosthälfte noch im Einflussbereich des Tiefdruckgebietes und in der labilen Meeresluft kommt es tagsüber zu weiteren konvektiven Umlagerungen. Die Alpen bleiben weiterhin von Norden angestaut. Über der Nordwesthälfte verstärkt sich der
Hochdruckeinfluss des Hochs bei den britischen Inseln. Hier fließt mit nördlicher Strömung in der Grundschicht feuchtkühle aber stabil geschichtete Meeresluft ein.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG aufgrund abschirmender Bewölkung und noch häufigen Überentwicklungen kaum nutzbare mäßige Thermik.
Am SONNTAG ebenfalls  verbreitet abgeschirmt, im Osten nochmals Überentwicklungen, erneut
kaum nutzbare mäßige Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG wird meist wegen Überentwickelung und starker Bewölkung keine nutzbare Thermik erwartet. Allenfalls im äußersten Südwesten Baden-Württembergs kann sich am Nachmittag geringe, selten mäßige Thermik entwickeln.
Am SONNTAG wird auf aufgrund des hohen Bedeckungsgrades und örtliche Überentwicklung kaum nutzbare Thermik erwartet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG und SONNTAG durch Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik. Abseits davon häufig abgeschirmt.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Wednesday, 10. July 2019 U25: LSG Erbslöh Langenfeld rockt die Runde 12 und schmeißt Lichtenfels vom Treppchen translate news

Dieses Wochenende zählt erneut zu den flugarmen Runden. Die Wetterbedingungen sind sehr inhomogen, die Mitte Deutschlands ist insbesondere Sonntag bevorteilt. An einzelnen Flügen sowohl in Bayern als auch Brandenburg lässt sich erkennen, dass hier jedoch auch Potenzial vorhanden war. Da gibt es tolle Flüge mit fast 120 Speedpunkten. Schade, dass nur einige den Goldstaub abgeschöpft haben. Die wenigen Teams, die es schaffen zu dritt anzutreten, haben natürlich klar die Nase vorn. Oerlinghausen bleibt unerschütterlich und baut die Führung aus. Erbslöh Langenfeld kann die Wetterfenster am besten ausnutzen, holt sich die Runde und stößt die starken Lichtenfelser vom Treppchen.
Marco Freier aus Erbslöh Langenfeld ist Samstag am Start. Der Blick an den Himmel ist wenig motivierend, erzählt er. Der Tag ist schwach angekündigt und die Abschirmung hängt penetrant am Himmel und reißt nur ab und zu auf. Aber unverhofft kommt oft. Nach dem Start überrascht Marco die gar nicht so üble Thermik und desto weiter er gen Osten kommt, desto besser wird die Wolkenthermik. So kann er Speed machen. Über Halver wird er ausgebremst. Um sich den Schnitt nicht zu vermiesen, fliegt er wieder gen Heimat. Und auch die nächste Schleife endet in Richtung Sauerland. Auch wenn er anfangs zweifelt, ob Wasser tanken tatsächlich notwendig war, ist er schlussendlich froh. So gelingt es ihm besser, den Schnitt bei dem strammen Wind zu halten.
Strammer Wind aus nördlichen Richtungen macht auch seinen Teamkollegen am Sonntag zu schaffen. Durch einen 60 Kilometer langen Korridor müssen sich die Langenfelder in die Luftraumfreiheit herausfädeln. Straßen und Aufreihungen können sie heute nicht nutzen, denn sie müssen mit Crosswind quasi gegen den Strich fliegen. Sie erkämpfen sich dennoch zwei gute Wertungen, die zum Rundensieg führen.
Natürlich wollen die Erbslöh Langenfelder in den nächsten Runden so gut weitermachen wie bisher. Wichtig sind ihnen wie auch den Oerlinghausenern die drei Wertungen. Motiviert ist das U25-Team aus sich selbst heraus. „Jedoch ist dies alles nicht möglich ohne die tatkräftige Jugendförderung unseres Vereins, welcher uns an den Wochenenden die Flugzeuge für unsere Flüge bereitstellt“, resümiert Marco.
Rundenwertung U25: 1. LSG Erbslöh Langenfeld (NW) 242,02 Speed/50 Punkte, 2. LSC Erftland (NW) 226,59 Speed/49 Punkte, 3. FG Oerlinghausen (NW) 192,93 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 12: 1. FG Oerlinghausen (NW) 449 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 428 Punkte, 3. LSG Erbslöh Langenfeld (NW) 416 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Marco Freier
 
Unerwartet
 
Thermikaussichten
Hier geht es zum Flug von
Marco Freier im OLC.
 

Tuesday, 09. July 2019 Der Aero-Club holt mit Rang elf 10 kostbare Punkte translate news

Das freie ED-R 74 ermöglicht einen Blick auf den Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger Heide.
Im Rahmen dieser zwölften Runde konnte die Braunschweiger Thermikjäger erneut eine Platzierung im vorderen Mittelfeld und somit 10 Punkte einfliegen. Nach dem thermiklosen Samstag bot der Sonntag bei mäßigen bis mitunter auch guten Aufwinden und Windgeschwindigkeiten um 35 km/h eine entsprechende Option, um schnell zu fliegen. Das setzten dann auch folgende Piloten mit 282,60 Speedpunkten in die Tat um:
Markus Schmied/Rolf Wagner, Arcus T, 97,47 Speedpunkte,
Knud Dombrowsky, ASH 26 E, 94,68 Speedpunkte,
Jens Rabe, Ventus bT/15m, 90,45 Speedpunkte,
Allerdings kam in Waggum in den Mittagsstunden noch der ein oder andere Tropfen Regen herunter und verzögerte somit natürlich den Startzeitpunkt. Schmied und Wagner glitten unter einer prächtigen Wolkenstraße bis nach Stendal und arbeiteten sich anschließend nach Westen gegen den Wind vor, um dann erneut einen weiteren Rückenwindschenkel einzubauen.
Dabei kamen ihnen zahlreiche Maschinen der Teilnehmer der Deutschen Segelflugmeisterschaften 2019, die in Stendal stattfinden, entgegen. Die Piloten der Offenen Klasse sowie der Doppelsitzerklasse nutzen diesen Pflichttrainingstag für schnelle Flüge.
Das Flugrevier von Dombrowsky lag zwischen Celle, Salzwedel und Burg bei Magdeburg. Rabe durchquerte das Areal zwischen Magdeburg und dem Walsroder Dreieck. Der Rundensieg ging mit 334,17 Speedpunkten an unsere Nachbarn vom LSV Burgdorf.
Im Gesamtklassement führt die LSG Bayreuth mit 172 Punkten vor dem LSV Burgdorf, der somit weiter aktuell im Titelrennen dabei ist, mit 161 Punkten. Der Aero-Club liegt mit jetzt 97 Punkten auf Rang zwölf.
 
Rolf Wagner
 
 

Tuesday, 09. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Die aktuell zwölfte Runde der OLC-Liga war durch unterschiedliche Luftmassen geprägt. Eine Kaltfront zog Samstag und Sonntag von Nord nach Süd über uns hinweg und verdrängte die Warmluft der Vortage weit in den Süden. In den unterschiedlichen Luftmassen waren die angetroffenen Bedingungen daher sehr unterschiedlich, entsprechend auch die daraus resultierenden Flüge.
Samstag:
Noch liegt die Kaltfront - im Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) gut erkennbar - über dem flachen Norden, die Rückseite noch über der Nordsee. Im Vorfeld hatten sich mit der eingesickerten Feuchte Cumuli entwickelt. Da die Front langsam aber beständig nach Süden vorankam, war das Timing entscheidend, um einen optimalen Flug zu platzieren.
Nach Süden zeigt sich die Warmluft mit einem eher chaotischen Wolkenbild. Während der Himmel über dem Südosten - abgesehen von ein paar Cirren - eher die Farbe blau hatte, erkennt man vor allem vom Rhein-Main-Gebiet bis ins Allgäu stärkere Entwicklungen und über der westlichen Schweiz die Cirren eines Gewitterkomplexes. Der zog dann auch in die westlichen Alpen, während die Bedingungen im östlichen Bereich länger anhielten. Die aufgelockerten Flugspuren zeugen von den nicht gerade einfachen Bedingungen.
Sonntag:
Deutliche Schwerpunkte der Streckenführungen erkennt man dagegen am Sonntag. Im Laufe der Nacht war die Kaltfront bis in den Bereich südlich der Mainlinie vorangekommen. Im Satellitenbild sieht man die Lage zwischen Hunsrück und Fichtelgebirge. Im Süden lag weiter die Warmluft, deren Labilität an den Cirrenschirmen der Überentwicklungen südlich der Donau (aber natürlich auch Richtung Balkan/Adria) erkennbar ist.
Hinter der Front tat sich eine Lücke auf, die auf einem Streifen zwisschen Eifel und Lausitz mit frischer Kaltluft sher gut fliegbar war. Etwas mehr Geduld musste man aufbringen, um die schmale Lücke zu erwischen, die man eingebettet in die von der See nachfliessenden Feuchte zwischen Hannover und dem Süden von Berlin erkennen kann.
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag Abend hatten wetterbedingt nur vergleichsweise wenige Flüge den Weg in die Wertungslisten der 1. und 2. Liga geschafft, auf der Rückseite der Front war am Sonntag der deutlich schnellere Tag und damit auch der Schwerpunkt dieser Runde.
Den mit Abstand schnellsten Flug der Liga schafften Thomas und Enrique Levin in dieser Lücke. Ihren Flug über knapp 700km absolvierten sie in den Reihungen der Kaltluft in nur etwas mehr als 5h. Die Liga-Speed erflogen sie mit einem großen Rückenwindanteil. Beginnend im Westerwald (vorgeflogen waren sie bis ans Koblenz-Neuwieder Becken) ging es nördlich an der Rhön vorbei in den Thüringer Wald und von dort bis an die Eger südlich von Hof. Die 2,5h Wertungszeit liefen am Thüringer in der Gegend von Suhl ab. Eine Strecke von knapp 400km bedeutete einen 157er-Schnitt, indexbereinigt bleiben immer noch 131km/h. Sie waren (nach Liga-Speed) mehr als 10km/h schneller als Moritz Althaus, der von Nastätten aus den Weg in die andere Richtung flog und seine 119km/h (138km/h ohne Indexbereinigung) am Nordrand der Eifel flog. Die Lücke ging also offenbar auf ganzer Breite sehr gut. Dass weite Strecken mit einer guten Luftmasse auch bei nicht ganz optimalen Einstrahlungsbedingungen funktionieren, zeigt der weiteste Flug des Tages von Jannes Stahf. Im Werks-Quintus, mit dem er auch schon am DSV-Lehrgang in der Vorwoche teilgenommen hatte, erweiterte er seinen Flug aus einer anfänglichen Liga-Optimierung doch noch auf die lange Strecke. Auch wenn am Ende knappe 15km zu den 1000km fehlten, schaffte er mit seinem Jojo, das in weiten Teilen über den Rennstrecken des Flämings verlief, den mit Abstand weitesten Flug des Liga-Wochenendes - und 117km/h für die Liga waren dabei auch noch drin.
Die Liga-Spitze machten am Ende die Vereine aus dem Norden und der MItte unter sich aus, denn neben der Lücke hinter der Front brach ja such der Himmel im Norden auf, was sowohl den direkt ansässigten Vereinen als auch einer ganzen Reihe von Teilnehmern der DM in Stendal ermöglichte, ihre Flüge für die Liga zu absolvieren. So auch die Burgdorfer, für die Michael Möker und Oliver Sörensen vom heimischen Platz auch starteten, während Carsten Freyer & Philipp Freiheit von Stendal aus unterwegs waren. Michael und Oliver flogen dabei einen großen Teil ihrer Speed über der Altmark, also im gleichen Wetterraum, wie ihre Vereinskollegen. Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung (334km/h) schaffen es die Niedersachsen auf Rundenplatz 1, knapp vor dem AC Nastätten. Für die waren - neben dem bereits besprochenen Flug von Moritz - Jochen Back & Sascha Stüber und Martin Führ & Max Karl ebenfalls an oder über der Eifel unterwegs. Sie schaffen es damit sehr knapp, die Brandenburger auf Rang 3 zu verdrängen, die in der Summe weniger als 2km/h langsamer waren. Angeführt wurden diese von Sarah Drefenstedt, die erst gegen den Wind bis nach Celle vorflog, um dann ihre Speed mit Rückenwind zu machen. Die weiteren Punkte steuern Waldemar Labusga und Matthias Kaese bei, die im Team im Jojo zwischen Helmstedt und Brandenburg die Kaltluft nutzten, bei der offenbar auch die Magdeburger Börde kein nennenswertes Hindernis darstellt.
Langsam steigt die Spannung an der Tabellenspitze: Die wird weiter angeführt von Bayreuth. Während Alex Müller seine Punkte von Stendal aus beisteuern konnte, hiess es in Franken, auf die von Nordn kommende Lücke zu warten. Die Flüge von Susanne & Heiko Hertrich sowie Sebastian Baier reichten am Ende aber nur für einen Mittelfeldplatz (12 Punkte), so dass der Vorsprung auf die direkten Verfolger aus Burgdorf auf knappe 11 Punkte geschrumpft ist. Auf den dritten Platz ist Rinteln vorgerückt. Sämtlich von Stendal aus unterwegs, flogen Christine Grote & Uli Gmelin, Stephan Beck und Reinhard Schramme & Bernd Goretzki nicht nur auf Rundenplatz 5, sondern auch in der Gesamtwertung an den Aalenern vorbei und liegen jetzt nur weitere 9 Punkte hinter Burgdorf und 5 Punkte vor Aalen. Erst dahinter klafft auf die nächsten Teams eine erste etwas größere Punktelücke.
Auch in Liga 2 stand entweder die Lücke hinter der Front oder der Startplatz Stendal hoch im Kurs. So flogen für den Rundensieger Bad Nauheim Tobias Meiler & Benedickt Lang aus der Altmark heraus ihre Liga-Speed, ebenso wie Lorenz Dierschke & Daniela Wilden. Matthias Greiner dagegen nutze die guten Bedingungen vom heimischen Platz in Ober Mörlen aus. Sämtlich die heimischen Gefilde beflog der zweitplatzierte Pirna, für die das Team Tilo Rimpler & Jens Ellinghaus mit ihrem Flug nach Poen hinein am schnellsten waren. Auf der selben Spur war auch Thomas Melde unterwegs, während Benjamin Schüch eher in der Lausitz blieb. Ebenfalls vom heimischen Platz aus war Bad Homburg unterwegs, für die Nils Deimel der schnellste Flug der 2. Liga gelang. Ähnlich wie die Nastättener flog er vom Taunus über den Rhein Richtung Eifelrand, um dort Anlauf für seine 116km/h zu nehmen, die ihn mit Rückenwind bis kurz vor die Wasserkuppe trugen.
Auch in Liga 2 zeigt sich die zunehmende Spannung - und ein ähnliches Bild wie im Oberhaus: Mit Ansbach führt auch hier ein Team aus Bayern, dass in dieser Runde als 18. aber im Wetterpech war. Der Vorsprung auf die nun an 2. Stelle liegenden Rundensieger Bad Nauheim beträgt nur noch knappe 8 Punkte. Während Oerlinghausen auf Rang 3 abrutscht, pirscht sich Pirna mit dem guten Ergebnis dieser Runde an die führenden Teams heran. Auch hier ist also noch alles offen.
Die eher durch kühle Luft und wechselhafte Bedingungen geprägte Wetterwoche scheint für das kommende Wochenende aber wieder fliegbare Bedingungen vorzuhalten ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
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Monday, 08. July 2019 AC Pirna: 2. Platz in Runde 12 festigt Aufstiegsplatz translate news

Heimweg nach Pirna über
die Festung Königstein
Motiviert und mit breiter Personaldecke gingen die Pirnaer Segelflieger die Runde 12 der diesjährigen Ligasaison an. Gleich 9 verschiedene Piloten versuchten schnelle Ligaflüge in die Wertung zu bringen. Die Piloten Augustin, Altenburger, Schüch und Gäbel legten am Samstag vor. Doch Warmluft, Abschirmungen und viel Wind verhinderten schnelle Schnitte.
Am Sonntag lief es nach Abzug der Kaltfront besser; wenn es auch aufgrund von Ausbreitungen und 35 km/h Höhenwind auch nicht gerade einfach war. Erneut gingen Altenburger, Schüch und Gäbel an den Start. Zusätzlich verstärkt wurde das Team von den Piloten Melde, Glatter, Fritzsch und Rimpler/Ellinghaus. Der Duo Besatzung Rimpler/Ellinghaus gelang auch der schnellste Flug mit 107,7 Speedpunkten. Komplettiert wurde die Wertung von Schüch mit 101,3 Speedpunkten und Melde mit 100,6 Speedpunkten und Rundenplatz 2. Die Flüge führten uns an den Luftraum von Breslau, über das Lausitzer Bergland bis in das Osterzgebirge. Mit einem soliden 4. Platz in der Tabelle ist der Aufstieg weiterhin nah. Weiter so.
 
Text und Fotos: Benny Schüch
 

Monday, 08. July 2019 SFZ Königsdorf: Immer wieder sonntags translate news

"Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung", sangen Cindy und Bert in den 70er Jahren, immer wieder sonntags kommt bei den Königsdorfer Ligapiloten die Ernüchterung. Bereits zum vierten Mal in dieser Saison standen wir am Samstag Abend in allen drei Ligen in den Liga Zwischenwertungen an der Spitze. Nur einmal hat es am Ende dann aber auch zum Rundentriple gereicht, das war letztes Wochenende. Dreimal wurden wir so wie in der jetzigen Runde am Sonntag dann noch überholt, während man in Königsdorf im Regen saß und nur zuschauen konnte.
Samstag kurze schnelle Flüge
Der Samstag bot ein kurzes, aber gutes Wetterfenster. Man flog zunächst der von Westen aufkommenden Schlechtwetterfront entgegen, um dann Richtung Osten zu fliegen. Mathias Schunk erzielte zwischen Nasserreith und Schladming dabei 109,3 Geschwindigkeitspunkte. Junior Johannes Beyer war mit 107,9 km/h nicht viel langsamer, er flog zwischen Reutte in Tirol und dem Dachstein seine Wertung. Das Ligatrio vervollständigte Markus Eggl, der ebenfalls bis zum Dachstein flog und es auf 97,4 km/h brachte. Alle hatten wir jedoch das Problem am Ende wieder nach Königsdorf zurückzukommen, da das Regengebiet uns den Rückweg abgeschnitten hatte. Daher musste ich dann auch vor Ende der 2 1/2 Stunden leider aus dem Ligamodus in den Heimkehrmodus umschalten und einen schwachen Bart annehmen, wodurch der Ligaflug am Ende deutlich höher endete, als er begann und ich die Höhe nicht in Kilometer umsetzen konnte. Während Markus Eggl mit der LS 1 in Greiling landen musste, aber damit auch noch in den 15 km Radius gekommen war, kamen die anderen, dank ihrer besseren Gleitleistungen knapp nach Königsdorf zurück.
Samstägliches Triple
Leider gab es neben Johannes keine weitere Juniorenwertung fürs SFZ. Lukas Keibel versuchte es mit einem Windenstart, kam aber von Königsdorf nicht ins gute Wetter und scheiterte an der Mindestwertung. Jakob Edmaier wollte von Füssen aus fliegen, aufgrund eines Kommunikationsproblems hatte er dort aber dann doch kein Flugzeug zur Verfügung, die anderen waren gar nicht erst am Start. Hier ist der Dampf nach den letzten drei Titelgewinnen offensichtlich irgendwie raus. Nichts desto Trotz langte der eine Flug von Johannes für die samstägliche Führung des SFZ in der U 25 Liga. Auch in der internationalen Alpenliga und in der Bundesliga lag das SFZ Königsdorf am Samstag Abend in Führung. Am Sonntag saßen wir in Königsdorf im unfliegbaren Wetter und konnten nur zuschauen wie die anderen sich den Hintern wund fliegen. Lediglich in den Alpen ist am Sonntag nicht viel passiert, so dass wir hier zum vierten Rundensieg in dieser Saison kamen.
 
Text und Fotos: Mathias Schunk
 
Das Reinkommen in die hohen
Berge stellte die erste große Hürde
dar, so dass in der Jachenau es eine gemeinsame Außenlandung gab
Auch das nach Hause kommen stellte
sich nach dem kurzen Wetterfenster schwieriger dar als gedacht
Johannes Beyer bewahrte mit
seinem Flug das Königsdorfer
U 25 Team vor dem Totalausfall
 
 
 

Friday, 05. July 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 05.07.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG hat sich über Nacht ein Leetief über dem Skagerrak gebildet, welches Richtung Südschweden zieht. Die zugehörige Warmfront überquert Norddeutschland und zieht vormittags ostwärts ab. Die Kaltfront erreicht am Vormittag eine Line Bremen-Rügen, zieht südwärts und erreicht am Abend die Mittelgebirgsschwelle. Über Süddeutschland und dem Alpenraum bleibt feuchte, hochreichend labile Warmluft wetterbestimmend. Vorderseitig der Kaltfront und nördlich der hochreichend labilen Luft wird unter Druckfall sehr warme, recht trockene Luft am Nachmittag angefeuchtet und leicht labilisiert.
Am SONNTAG zieht das Tief von der Ostsee bis zum Baltikum. Die Kaltfront liegt zum Sonnenaufgang etwa entlang der Mainlinie und beginnt mit weiterer Südverlagerung ab den Nachmittagsstunden an den Alpen zu schleifen. Vorderseitig der Front hält sich feucht-labile
Warmluft, die weiterhin hochreichend labil geschichtet ist. Rückseitig fließt mit nordwestlicher Strömung kühle Meeresluft ein, die tagsüber durch verstärkenden Hochdruckeinfluss mit Schwerpunkt über dem Ostatlantik zusehends abtrocknet. Lediglich im äußersten Nordosten Deutschlands wird am Südwestrand des Tiefs feuchtere und labile Luft herangeführt.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann sich vorderseitig der Front bei einer maximalen CU-Basis um 1600 m gute Thermik entwickeln, allerdings stören oft abschirmende Wolkenfelder. Zeitweise ist die Thermik außerdem zerrissen. Im Frontbereich ist keine Thermik anzutreffen. Rückseitig der Front entwickelt sich bei einer maximalen CU-Basis um 900 m mäßige und zerrissene Thermik, im Osten stören außerdem Überentwicklungen.
Am SONNTAG kann im Norden bei einer maximalen CU-Basis um 1200 m mäßige bis gute Thermik angetroffen werden, sonst ist bei einer maximalen CU-Basis von 1600 m gute Thermik zu erwarten. Dabei wird die Thermik im Südwesten zeitweise und sonst oft zerrissen sein, im Nordosten stören außerdem Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Von Nordhessen bis zum Erzgebirge nach spätem Thermikbeginn durch Abschirmung meist nur mäßige Wolkenthermik.
Sonst mäßige bis gute CU-Thermik, teils durch Überentwicklungen gestört.
SONNTAG: In einem Streifen von Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen zunehmend gute, am Nachmittag auch sehr gute CU-Thermik, teils zerrissen. Südlich davon zunächst durch Abschirmung und Überentwicklungen gestört, daher dort erst allmählich von Norden her Ausbildung mäßiger CU-Thermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG zunächst allgemein gute Blauthermik mit Arbeitshöhen bis 2000 m. Ab Mittag in Schwaben und an den Alpen gute Wolkenthermik, aber durch aufziehende mittelhohe Wolkenfelder aus Südwesten und Überentwicklungen rasch gestört.
Am SONNTAG durch Fronteinfluss und Bewölkung kaum nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Wednesday, 03. July 2019 U25 Runde 11: Oerlinghausen und Königsdorf trotzen der Hitze und heizen ein translate news

Einfach ist anders. Brütende Hitze und extrem schwierige Thermik sind die Bremser dieser Runde in fast ganz Deutschland. Viele Segelflugsportler fällen die Entscheidung, ihre Abkühlung nicht in der Höhe, sondern am Badesee zu suchen. Die Anzahl der U25-Ligaflüge insgesamt ist dementsprechend mehr als überschaubar. Einige Einzelkämpfer, die auch gut in den U25 Pilotenprofilen unterwegs sind, halten die Stange. Und den beiden Teams aus Oerlinghausen und Königsdorf gebührt Respekt, dass sie bei diesen Temperaturen eine Dreier-Wertung zusammengebracht haben. Die Motivation ganz vorn zu stehen, lässt die Hitze vergessen.
Während sich Oerlinghausen wirklich quält und in der schwachen unrunden Blauthermik ohne Ende kurbeln muss, hat Königsdorf einen Lauf. Eine so extrem schnelle Runde mit über 300 Speedpunkten (324,96) hatte in dieser Saison kein anderes Team. So richtig hat anfänglich niemand an Hammerwetter geglaubt, berichtet Johannes Beyer. Zwar entwickeln sich bei ausgeprägten Hochdruckwetterlagen in den hohen Alpentälern häufig gute thermische Bedingungen, aber um dorthin zu gelangen, bedarf es schweißtreibender Arbeit in den Warmluftmassen der Vorberge. In der Hitze kochend warten sie auf die Auslösung der Thermik. Die ersten Flusen entstehen. Überraschender Weise wird die Luft stärker labilisiert und „die Anreise ins Thermikparadies“, wie Johannes es beschreibt, geht viel schneller als erwartet. 4.000 Meter Basis und wenige Wölkchen warten im Engadin. Die Bärte zu finden ist nicht einfach, daher wird die wertvolle Höhe immer wieder unfreiwillig abgeglitten und am Grat werden Aufwinde gesucht. Die Wege trennen sich und jeder findet seine Linie mit immer besser werdenden Bedingungen. Während Jakob Edmaier östlich des Brenners seine Geschwindigkeit hochzieht, gelingt dies Johannes Beyer im Inntal. Das Ergebnis sind drei richtig gute Wertungen und ein verdienter Rundensieg.
Oerlinghausen, Lichtenfels, Königsdorf – sie alle wollen am Ende ganz vorn stehen. Robin Beste (Oerlinghausen) ist hochmotiviert: „Wir freuen uns, dass wir jetzt an der Spitze stehen. Allerdings ist uns bewusst, dass wir uns jetzt nicht ausruhen können, sondern weiter Gas geben müssen.“ Johannes Beyer (Königsdorf) sieht den Wettbewerb sehr sportlich: „Enge Rennen spornen immer an und motivieren zu weiteren interessanten Flügen. Bleibt zu hoffen, dass uns das keine selektive Wetterlage kaputt macht.“ Faire Wetterbedingungen sind tatsächlich allen Teams zu wünschen.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 324,96 Speed/50 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 129,58 Speed/49 Punkte, 3. FC Kamenz (SN) 111,42 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 11: 1. FG Oerlinghausen (NW) 401 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 386 Punkte, 3. AC Lichtenfels (BY) 381 Punkte
 
PS: Wir wollen einfach mal Danke sagen! Nicht nur für die Spannung, die die U25-Teams Woche für Woche erzeugen, sondern auch für die vielen Smileys unter den Youngstars. Natürlich würden wir gern noch viel mehr Lächeln schenken :o). Macht mit!
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Jakob Edmaier
Erste Wende am Berninamassiv.
Auch mit den Senioren wird
im Team geflogen – Shark über den
Gletschern des Hauptkamms.
Gewittertürme über den Dolomiten.
 

Tuesday, 02. July 2019 DM der Club- und Standardklasse in Zwickau translate news

Philipp Lauer (der Nutzer der OLC LS8-Neo für 2019) blickt zurück: Vom 20.-31. Mai fand im sächsischen Zwickau die deutsche Meisterschaft der Club- und Standardklasse statt. Letztes Jahr in Jena habe ich mich zusammen mit meinem Vater in der Standardklasse für die DM qualifiziert. Auf Grund der Qualifikationsmeisterschaft in Jena war mir das Wettbewerbsgebiet bekannt. Die Vorfreude auf den Wettbewerb war groß. Der Traum von Vater und Sohn gemeinsam eine Deutsche zu fliegen wurde Realität. Mit dem Erfolg von der Junioren DM letztes Jahr und von Nitra in diesem Frühjahr konnte ich bestätigen, dass ich ein bisschen fliegen kann und bin mit einem gesunden Selbstvertrauen an diesen Wettbewerb gegangen. Der Unterschied zu den letzten Jahren war, dass ich durch die vorherigen Wettbewerbe mein Können gezeigt habe und daran anschließen wollte. Ziel war es deshalb eine Platzierung im vorderen Mittelfeld und wenn es ganz gut läuft im ersten Drittel zu erfliegen. Auf der anderen Seite wollte ich mir keinen Druck machen. Aber die Unbefreitheit, wie ich sie auf den letzten Wettbewerben erlebt habe, war verflogen und der Gedanke zu Performen dominierte. Die nötige Freude und Offenheit für die Umgebung und die äußeren Einflüsse, wich für den Gedanken Leistung abzuliefern.
Der Wettbewerb startete mit einem 4. Tagesrang, war jedoch nichts Wert da der Tagessieger nur 108 Punkte erhielt. Der zweite Tag war noch ok. Der Dritte Pech und der vierte dann der Super Gau. Der Gedanke noch aufholen zu müssen verflog, da eh nichts mehr zu retten war. Ab Tag 5 stellte sich eine gewisse Gleichgültigkeit zwecks des Ergebnis ein und ich konnte langsam wieder befreiter fliegen. An Tag 6 und 7 stimmte wieder die Einstellung und Motivation und ich konnte Platzierungen im ersten Drittel erfliegen.
Allen in allem war diese Meisterschaft meine härteste Probe, die ich überstehen musste und die Fliegerei hat an manchen Stellen keinen Spaß mehr gemacht bis ich mich von dem selbstgemachten Druck und dem Gedanken an das Ergebnis lösen konnte. Die Motivation oben zu halten war echt ein hartes Stück Arbeit. Dennoch waren die Gedanken vom Vortag am nächsten Morgen wieder verflogen und ich wollte es besser machen als die Tage zuvor. Am Abend kam dann meistens die Ernüchterung, Enttäuschung und auch mal die Wut hoch. Dieses Emotionschaos führte in die Gleichgültigkeit und in die Akzeptanz, dass auf diesem Wettbewerb gefühlt alles gegen einen läuft, in den wichtigen und entscheidenden Momenten immer in einer schlechten Position ist und Glück schon gar nicht hat.
Manchmal wünscht man sich, dass die wichtigen Erfahrungen auch einfacher gemacht werden können, aber anscheinend muss es so sein, auch wenn es schwer fällt. Naja DM 2019 ist Geschichte, jetzt kommt WMJ 2019. Ich freu mich drauf.
 
Philipp Lauer
 
Hier gibt es Philipps Wettbewerbstagebuch als PDF.
 
 

Tuesday, 02. July 2019 Hitzeschlacht auf der Alb: Zu heiß für Punkte translate news

In dieser bereits elften Runde der ersten Segelflug Bundesliga war lediglich der Sonntag laut Deutschem Wetterdienst fliegbar. So bauten unter der sengenden Hitze 4 Piloten der FLG ihre Segler auf. Zunächst starteten Sebastian Wastl und Jochen Amann im Vereinsdoppelsitzer Arcus. Michael Heiß, Oliver Stockinger und Sebastian Bauder tankten sogar noch Wasserbalast und starteten in den strahlend blauen Himmel über dem Blautopf.
Die Südalbkannte brachte ihnen schwaches steigen welches sie nach Westen entlang flogen. Der Arcus musste trotz Hilfsmotor bei den Fliegerkollegen in Albstadt-Degerfeld landen da sie bei der Hitze keinen Höhengewinn machen konnten. Michael Heiß, dem nur noch ein paar Kilometer zur Mindeststrecke fehlten musste auf dem Schlechtenfeld bei Ehingen landen und konnte somit leider auch nichts für die Wertung beitragen. So blieb es erneut an Sebastian Bauder und Oliver Stockinger die mit 72 Punkten und 65 Punkten wenigstens 5 Ehrenpunkte für die FLG holten. Stockinger, der eigentlich Flugleiterdienst hatte ließ sich spontan von Heiner Krais vertreten und zeigte sich erneut als Garant für einen schnellen Ligaflug. Bauder, der immerhin schnellster Pilot der „Alb-Vereine“ war konnte mit dem Flug gut für die kommenden Wochen trainieren. Da nimmt das Nationalmannschaftsmitglied Bauder nämlich an den Europameisterschaften im slowakischen Prievidza teil. In der Tabelle stehen die Blaubeurer immer noch auf Platz 28 im Keller der Liga.
 
M.Söll
 
Michael Heiß startet zum Ligaflug.
Sebastian Bauder bei
seinem Ligaflug
Zu heiß für die Liga am Samstag
 

Tuesday, 02. July 2019 Die elfte Runde bringt dem Aero-Club 11 ganz wichtige Punkte translate news

Das war schon eine interessante und spannende Runde, die so nicht vorhersehbar war, weil wir mit 184,15 Speedpunkten am Ende tatsächlich noch auf einem guten zehnten Rang angekommen sind. Das gesamte Wochenende war in unserer Region durch bescheidene bis mäßige Blauthermik geprägt und daher bot sich natürlich das Fliegen im Team geradezu an. Hinzu kam auch noch die tropische Hitze, die den einen oder anderen Segelflieger bestimmt von der Fahrt auf den Flugplatz abhielt.
Am Samstag wurde bei uns die Wertung von folgenden Piloten gemacht:
Christian Ueckert, LS 6 WL, 64,79 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 60,90 Speedpunkte,
Hayung Becker/Markus Schmied, Arcus T, 58,47 Speedpunkte,
Die vier Aufwindjäger nutzen die Option des Teamfluges in der Lüneburger Heide bei einer geringen Basishöhe von maximal 1100 Metern. Ihr östlichster Umkehrpunkt lag kurz vor Salzwedel und das ein oder andere Mal ging es bis auf eine Flughöhe von 400 Metern oder gar noch mehr hinunter. Bennewitz kommentierte das Geschehen prägnant mit folgenden Worten: „Harte Arbeit in Warmluftblauthermik.“ Der Rundensieg ging mit 361,48 Speedpunkten an das Segelflugzentrum Königsdorf. In der Gesamtwertung führt die LSG Bayreuth mit 160 Punkten und wir liegen mit nunmehr 87 Punkten auf Rang 14 im Mittelfeld.
 
Rolf Wagner
 
Karsten Bennewitz war
wieder gut dabei.
Die LS 6 von Christian Ueckert
hat neue Ohren bekommen.
Das Arcus-Team kreist mit der
LS 6 WL über dem
Segelflugplatz Metzingen.
 

Tuesday, 02. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Eine heisse Runde, diese Runde 11. Hochdruck und vor allem extrem heisse Luft bestimmten die Bedingungen - an beiden Tagen.
Samstag/Sonntag:
Das Satellitenbild vom Samstag ist anhand der Einheitshimmelfarbe "blau" schnell beschrieben. Grund für die Wolkenarmut war ein Hoch mit Kern über dem Balkan, das aber seinen Einfluss bis hoch an die Küste hatte.
Der Sonntag sieht in weiten Teilen ähnlich aus, unterscheidet sich aber in einem sichbaren und einen weniger sichbaren Detail: Zweiteres ist der Wind, der im Vergleich zum Vortag vor allem über der Nordhälfte deutlich aufgefrischt hatte. Dieser Westwind brachte Detail Nummer eine - eine schwache Kaltfront - in den Nordwesten. Im Bild von 12UTC liegt diese zwar noch an der Belgisch-Französischen Grenze, erreichte im Nachmittagsverlauf aber noch den Nordwesten.
Die Luftmasse beider Tage - die Hitze konnte nicht verheimlichen das ihr Ursprung über Nordafrika lag - brauchte typischerweise Zeit, sich zu entwickeln. Oder man hatte die Möglichkeit, auf die unter diesen Bedingungen besten Flugräume zuzugreifen, dazu aber unten mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Bei den Bedingungen ist es in weiten Teilen nicht leicht, sich zu motivieren und in den Flieger zu steigen, auch wenn die Liga ruft. Blickt man in die Wertungslisten findet man den einen oder anderen Piloten, der reichlich Erfahrung in Namibia hat - auch wenn die Basishöhen hier nicht mithalten konnten, die Temperatur war schon nahe dran.
Auffällig ist, dass es selten so wenig km/h gebraucht hat, um so viele Punkte zu machen. Besonders deutlich wird das in den Landesklassen oder in der Qauli-Liga. Um z.B. in der Qauli-Liga in dieser Runde unter die ersten 10 zu kommen (was gleichbedeutend mit 40 Punkten ist -, oder rund 10% der Punkte, die vergangene Saison zum Aufstieg gereicht haben), reichte eine Gesamt-Speed von rund 120km/h aus. Die Landesliga Rheinland-Pfalz beispielsweise hat mit 10 teilnehmenden Vereinen die vollen 12 Runden-Punkte ausgespielt. Der SFV Haßloch gewinnt diese mit 2 Flügen mit jeweils knapp 35km/h. Aber es sei angemerkt: Das waren Punkte, die sicher mehr Schweiss gekostet haben dürften, als in vielen Runden vorher!
So, nun aber die Sache mit dem Zugriff auf die besten Wetterräume: Und da muss man nicht nur die Karte der Flugspuren bmeühen, der Blick in die Runden-Tabellen beider Ligen spricht da eine sehr deutliche Sprache: Auch wenn die Alpen in dieser Saison bislang nicht immer im Wetterglück waren, diese Runde zeigte die ganze Qualität der Berge bei dieser Wetter-Konstellation. Die Piloten des SFZ Königsdorf verweisen mit einer fulminanten Runde sämtliche Konkurrenz auf die Plätze und das mit einem Speed-Vorsprung von fast 100km/h auf Rang 2! Schnellster Pilot - und das über beide Ligen hinweg - war Matthias Schunk, der am Sonntag seine 127 Liga-km/h in einen Flug über knapp 500km/h einbetette. Auch Johannes Bayer war mit 122km/h kaum langsamer. Den dritten Wertungsflug steuerten Benni Bachmeyer & Jonathan Cross bei, wobei sie zwar nicht den Schnellsten, aber mit Abstand weitesten Flug des Wochenendes schafften und nach 8,5h 950km absolviert hatten. Für die Liga wurden 112km/h gewertet. In der Summe kommen die Königsdorfer damit auf 361km/h. Auf Platz 2 landeten die Piloten aus Schwandorf, angeführt von Johannes Häring & Christoph Neudecker. Sie waren im Team unterwegs mit Hans Buhlmann & Elisabeth Pilney. Zu ihnen gesellte sich noch ein gutes Stück des Ligafluges Roland Biesen. Aber nicht der Teamflug allein, ist ein interessante r Aspekt. Den Meeting-Points nach waren sie am Sonntag bei ihren Flügen vollkommen alleine unterwegs. Dass aber nicht nur die Alpen und der Südosten fliegbar waren, sondern auch der Norden, zeigen die Flüge vom LSV Burgdorf am Sonntag über der Heide.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Liga 2: Während die Ansbacher Samstags einsam auf weiter Flur im Team auf Rundenplatz 3 vorflogen, hatten die Piloten aus Bronkow zumindest auf dem Fläming ein paar Begegnungen, entweder mit anderen Ligapiloten oder mit Teams vom DSV-Lehrgang in Lüsse. Besser als Fläming und Lausitz waren aber natürlich am Sonntag die Alpen. Stefan Stefan Schumann von Unterwössen aus unterwegs und konnte mit seinen 93km/h Rundenplatz 2 für das Team aus dem südlichen Brandenburg festmachen. Aus Unterwössen kommt dann auch der Rundensieger. Angeführt von Peter Stahl, der mit knapp 96km/h auch den schnellsten Flug in Liga 2 absolvierte, konnten sie souverän mit mehr als 30km/h Vorsprung die Runde für sich entscheiden. Die weiteren Wertungsflüge steuerten Phillip Stahl - der mit knapp 850km gleichzeitig auf der langen Strecke unterwegs war -, und Hans Schreck bei.
Die Tabelle von Liga 2 führt weiter Ansbach an, die durch ihre gute Platzierung den Vorsprung auf 21 Punkte ausbauen können. An 2. Stelle liegt nun Oerlinghausen, die sich an Bad Nauheim vorbei schieben konnten.
Und auch hier gleichen sich die Ligen kurz nach der Saisonmitte, denn die Position des ersten Verfolgers der führenden Bayreuther nimmt nun Burgdorf ein, die Aalen auf Gesamtrang 3 verdrängen - die Abstände bleiben aber knapp, die Spannung hoch.
Nachdem die Hitze zum Wochenbeginn ausgeräumt wurde, wird aller Voraussicht nach auch das kommende Wochenende durch den Trog über Skandinavien bestimmt, der vor allem den Norden immer wieder mit frischer Kaltluft versorgt.
 
Bernd Fischer
 
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Tuesday, 02. July 2019 Der vierte Mann der Liga-Mannschaft: Königsdorf fliegt zum Runden Triple translate news

Die Hitze stellte die Königsdorfer vor die Qual der Wahl: Abkühlung in größeren Flughöhen suchen, schließlich waren im Hochgebirge Basishöhen bis über 4000m prognostiziert, oder Abkühlung im Flugplatzweiher zu suchen, wobei Benjamin Bachmaier dafür sogar einen aufblasbaren Flamingo geschenkt bekam. Die meisten sind dann zumindest gestartet und nicht sofort in den see gesprungen, wobei es am Sonntag alle zunächst Richtung Engadin zog. Die Bedingungen erwiesen sich dann sogar noch deutlich besser, als gedacht, der Anfang war entgegen der Prognose nicht blau, sondern durch Flusen gezeichnet und die prognostizierten Scahuer und Gewitter am Abend hielten sich zurück. Mathias Schunk flog zwischen Karwendel und dem Samnauntal an der Österreich-Schweizer Grenze 377 Flugkilometer und somit eine Schnittgeschwindigkeit von 150,7 km/h bzw. 126,9 Geschwindigkeitspunkte, wobei er insgesamt nur viermal kurbelte, bei einem Durchschnittssteigen von 4,09 m/s, einmal an den Ahrnsopitzen und danach noch jeweils dreimal am Tschirgant. Mit 122,3 Punkten war Junior Johannes Beyer, der bis St Moritz geflogen war, nicht viel langsamer.
Das Königsdorfer Ligatrio wurde vervollständigt von Benjamin Bachmaier und Jonathan Cross, die es im Arcus auf 112,2 Geschwindigkeitspunkte brachten, aber mit 950km den weitesten Flug schafften. Unter den top 15 der schnellsten Bundesligageschwindigkeiten waren in dieser Runde nicht weniger als zehn SFZ Piloten. Der diesmal klare Wettervorteil der Alpen gegenüber den Flachländern bringt uns allerdings am Ende trotz der über 100 km/h Vorsprung vor dem Zweitplatzierten am Ende auch nur einen Punkt mehr gegenüber all den Flachländern. Da leider ja alle anderen Alpenteams längst aus der Bundesliga abgestiegen sind, kämpfen wir seit Jahren auf einsamen Posten und können bei solchen Wetterlagen leider nie ein Polster zwischen uns und dem Rest schieben, während, wenn es mal wieder in der Heide, oder auf der Alb besseres Wetter hat, die 10 dort beheimateten Teams sich die ersten 10 Plätze untereinander ausmachen und die anderswo beheimateten eben mindestens mal 10 Punkte weniger bekommen... Also liebe Alpenteams: Auf geht`s Wiederaufstieg in die Bundesliga ist die Devise!
 
Text und Fotos: Mathias Schunk
 
Die Königsdorfer Ligapiloten hatten am
Wochenende die Wahl zwischen der
kühleren Luft in großen Flughöhen,
oder der Abkühlung im Flugplatzweiher
mit dem vierten Mann der Liga
Mannschaft, äh dem Flamingo.
Nur wenige Wolken im Engadin.
Der Tschirgant ging sehr
zuverlässig und extrem stark.
 
 
 

Friday, 28. June 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 28.06.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG dominiert ein Hochdruckgebiet mit Zentrum direkt über Deutschland das Wettergeschehen im ganzen Land. Unter dem Einfluss einer heißen und trockenen Luftmasse sind störungsfreie sommerliche Bedingungen zu erwarten.
Am SONNTAG zieht das Hoch nach Südosteuropa ab. Auf dessen Westseite fließt nun mit einer südwestlichen Strömung sehr heiße Luft nach Deutschland ein. Zum Nachmittag erreicht eine schwache Kaltfront den Nordwesten des Landes und verlagert sich dann weiter ostwärts. Aufgrund der Trockenheit der Luftmasse bleiben die Verhältnisse beim Frontendurchgang überwiegend niederschlagsfrei...
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG unter einer Absinkinversion bei Warmluftadvektion meist nur suboptimale und blaue Thermik mit Arbeitshöhen von 700 bis 1100 m, im Südosten und über Bergland teils bis rund 1300 m.
Am SONNTAG zeit- und gebietsweise gute, lokal auch gezeichnete Thermik möglich, in der Folge allerdings teils zerrissen oder zeitweise leicht abgeschirmt. Mit Durchschwenken eines Tiefausläufers kräftige Böen oberhalb 60 km/h denkbar.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich überwiegend mäßige Blauthermik mit Arbeitshöhe bis 4000 FT AMSL.
Am SONNTAG kann mäßige bis gute Blauthermik mit Arbeitshöhe bis 6000 FT AMSL entstehen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG über dem Flachland mäßige, über dem Bergland gute Blauthermik.
Am SONNTAG über dem Flachland mäßige, über dem Bergland gute und lokal gezeichnete Blauthermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Tuesday, 25. June 2019 U25: Halbzeit – Die Spannung wird aufrecht gehalten translate news

Der U25-Krimi geht weiter. Zur Halbzeit werden die Karten wieder gemischt. Es ist kaum zu fassen, was hier für eine Spannung aufgebaut wird. Die Abstände -insbesondere unter den ersten sieben Teams- sind so gering, dass es noch viele Änderungen geben kann. Mit einem Rundensieg klettert Lichtenfels erneut an die Spitze. Dies gelingt jedoch nur, weil auch der verschauerte Samstag von den Lichtenfelsern genutzt wird. Desto nördlicher, desto besser waren die Bedingungen an diesem Wochenende.
Während im Süden so richtig nur am Sonntag was ging, konnten im Norden beide Tage genutzt werden. Patric Rießner (Lichtenfels) kann nur den Samstag in Punkte umwandeln und tut dies auch. Natürlich sind seine Teamkollegen mit am Start. Gemeinsam finden sie zwischen den Schauern und Gewittern eine schöne Linie und bringen immerhin zwei Flugstunden zusammen. Patrics Wertung ist eine langsame, aber entscheidende Wertung für das Team. Philipp Lauer und Dominik Biesenecker geben Sonntag nochmal Gas und machen die Runde klar. Philipp trainiert mit Max Dorsch und Tobi Pachowsky für die Junioren Weltmeisterschaft. Richtung Osten können sie am Sonntag unter Aufreihungen entlangfliegen. Weiter geht es bis unter den Frankfurter Luftraum mit Rückenwind. Das heißt, auf diesen 180 Kilometern wird ordentlich Speed eingesammelt. Die Arbeit kommt auf dem Rückweg. Überentwicklungen, die bereits abregnen, zwingen zu Umwegen. „Zum Glück endete die Ligawertung bevor wir ein bisschen Zeit in die Kursabweichung investieren mussten“, berichtet Philipp.
Weiter nördlich waren beide Tage gut nutzbar. Und so setzt sich der FSV Stölln (Brandenburg) auf den Rang zwei der Runde. Die Bedingungen waren am Samstag nicht einfach. Im Nordosten sieht es nach Bilderbuch aus. Aber oft halten die Wolken nicht das, was sie versprechen. Weiter zur Mitte hin ist es recht windig. So hagelt es diverse Außenlandungen. Auch die Oerlinghausener trifft das. Hinzu kommt bei ihnen Pech, der Logger eines weiteren Teamkollegen versagt und so kommen nur zwei Wertungen zustande. „Mit der Clubklasse hatten wir ein wenig mit dem Wind zu kämpfen“, erzählt Robin Beste. Sie finden jedoch ihre Aufreihung zwischen Melle und Bad Pyrmont und deklarieren sie zur Rennstrecke. Trotz dieser Hindernisse gelingt es ihnen in der Gesamtwertung noch einen Platz gutzumachen. Jetzt klopfen sie bei Lichtenfels an.
Und wie sieht es in der Einzelwertung der U25 Pilotenprofile aus? Nach der Halbzeit führt der Hammelburger Eric Schneider. Fast jede Runde ist er am Start. So natürlich auch in dieser. Jedes Wetter wird genutzt. Das bringt ihn und das Team nach vorn.
Rundenwertung U25: 1. AC Lichtenfels (BY) 237,62 Speed/50 Punkte, 2. FSV Stölln (BB) 228,81 Speed/49 Punkte, 3. SFG Stadtlohn (NW) 217,93 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 10: 1. AC Lichtenfels (BY) 381 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 358 Punkte, 3. SFZ Königsdorf (BY) 342 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Robin Beste (1), Philipp Lauer (2,3)
 
Fliegen bis zum Anschlag
Philipp Lauer im Teamflug auf Punktejagd
Die Linie zwischen den Schauern
 

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